AeroSHARK-Haifischhautfolie der Lufthansa spart über 20.600 Tonnen Treibstoff ein
2026-07-04 10:20
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Die von der Lufthansa in Zusammenarbeit mit BASF entwickelte, von der Haifischhaut inspirierte Treibstoff sparende Folie AeroSHARK findet in der Luftfahrtindustrie zunehmend Verbreitung. Die Technologie repliziert die strömungsoptimierende Struktur der Haifischhaut durch eine Klebefolie mit etwa 50 Mikrometer großen Längsrippen auf der Oberfläche, wodurch der Luftwiderstand verringert wird.

Die AeroSHARK-Folie wurde erstmals 2022 eingeführt. Die südamerikanische Fluggesellschaft LATAM war der erste Anwender und bestätigte nach einem nicht öffentlich getesteten Einsatz an einem Flugzeug im Jahr 2023 eine Treibstoffeinsparung von 1 %. Im Jahr 2024 bestellte die Fluggesellschaft vier weitere Sätze und Anfang dieses Jahres fünf weitere, insgesamt zehn Sätze. Die neuesten Sätze sollen voraussichtlich bis 2027 umgerüstet sein. Diese Sätze sind dafür ausgelegt, nahezu den gesamten Rumpf und die Triebwerksgondeln der LATAM-Boeing-777-Flotte zu bedecken. Nach vollständiger Installation könnten jährlich bis zu 4.000 Tonnen Kerosin eingespart werden, was 56 regulären Flügen von São Paulo nach Miami entspricht.

Im Mai dieses Jahres gab die Lufthansa eine neue Zertifizierungspartnerschaft mit Airbus bekannt, um die AeroSHARK-Sätze auf den Flügeln und Stabilisatoren des Airbus A330ceo zu installieren. Beide Unternehmen entwickeln bereits gemeinsam Sätze für Rumpf und Triebwerksgondeln. Das Zertifizierungsprogramm wird die Auswirkungen der Rippenanwendung auf Flugdynamik, Blitzschutz, strukturelle Belastungen, Wartungsaspekte und alle relevanten Flugzeugsysteme (einschließlich Flugsteuerung, Autopilot und Navigationssysteme) umfassend bewerten. Bei erfolgreichem Verlauf könnten die Treibstoffeinsparungen bei Langstreckenflügen durch die zusätzliche Anwendung an Flügeln und Stabilisatoren auf über 2 % steigen.

Bis April 2026 haben die mit AeroSHARK umgerüsteten Flugzeuge insgesamt über 350.000 Flugstunden absolviert. Diese Flugzeuge umfassen 30 Boeing 777, die von mehreren Fluggesellschaften betrieben werden, sowie eine Boeing 747 der Lufthansa. Laut Lufthansa hat die Technologie insgesamt über 20.600 Tonnen Kerosin eingespart und die CO₂-Emissionen um über 65.000 Tonnen reduziert.

Ähnliche Technologien entstehen ebenfalls. Am 30. Juni gab das australische Startup MAKO den Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde bekannt, um seinen von Haien inspirierten Treibstoff sparenden Klebstoff FlightFilm zu unterstützen. Die Runde wurde von Virescent Ventures im eigenen Namen und im Auftrag der Clean Energy Finance Corporation (CEFC) angeführt. Zu den weiteren Investoren gehören die IAGi Ventures-Abteilung der International Airlines Group (IAG), Zero Infinity Partners, Grok Ventures, Skip Capital, IP Group und TreeArc. Die International Airlines Group (IAG) plant, den SharkFilm noch in diesem Jahr an einem ihrer Passagierflugzeuge zu testen. Das Unternehmen arbeitet außerdem mit dem Sustainable Skies Lab von Delta Air Lines zusammen und hat einen Vertrag mit der US Air Force abgeschlossen, um FlightFilm auf einer C-17 zu erproben.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com