de.wedoany.com-Bericht: Der irische Flugzeugvermieter Avolon hat die Genehmigung seines Vorstands erhalten, elf Auslieferungstermine für Airbus A321neo-Flugzeuge von Frontier Airlines zu übernehmen. Die Muttergesellschaft von Avolon, Bohai Leasing Co., Ltd., offenbarte die Transaktion in einer am 1. Juli 2026 bei der Shenzhen Stock Exchange (SZSE) eingereichten Aufsichtsmitteilung.

Laut der Mitteilung unterzeichnete eine Tochtergesellschaft von Avolon am 30. Juni 2026 eine Vereinbarung mit Frontier Airlines zur Übernahme von elf A321neo-Auslieferungsterminen, die von November 2026 bis Juni 2027 ausgeliefert werden sollen. Bohai Leasing gab an, dass der Referenzwert dieser Flugzeuge auf Basis der Airbus-Listenpreise von 2018 etwa 1,425 Milliarden US-Dollar beträgt; der tatsächliche Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben. Die Übernahme zielt darauf ab, das Auftragsbuch und die Flugzeugflotte von Avolon zu erweitern und seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Leasingmarkt zu stärken. Die Mitteilung bestätigt, dass die Transaktion gemäß chinesischen Vorschriften weder eine verbundene Transaktion noch eine wesentliche Vermögensumstrukturierung darstellt und keiner Aktionärsversammlung vorgelegt werden muss.
Frontier Airlines erläuterte in der Mitteilung nicht die Gründe für die Übertragung der Aufträge. Derartige Vorgänge werden in der Branche zunehmend üblich – Fluggesellschaften passen ihre Aufträge je nach Wachstumserwartungen, Finanzlage und Auslieferungsrhythmus an. Die Übertragung von Produktionsterminen an Leasinggesellschaften kann diese knappe Ressource nutzbar machen und die finanzielle Flexibilität bewahren. Derzeit ist das Angebot an neuen Schmalrumpfflugzeugen knapp, die Auslieferungsfristen der Hersteller verlängern sich, und die aktuellen Airbus-Produktionstermine selbst sind zu hochwertigen Vermögenswerten geworden. Avolon könnte diese Flugzeuge später je nach Kundenbedarf einsetzen.
Das in Dublin ansässige Unternehmen Avolon ist einer der weltweit führenden Flugzeugvermieter und verwaltet rund 600 eigene und verwaltete Flugzeuge, mit Hunderten weiteren Airbus- und Boeing-Modellen, die noch ausgeliefert werden müssen. Die Übernahme kurzfristiger Auslieferungstermine entspricht seiner Strategie, das Auftragsbuch zu erweitern und die Nachfrage der Fluggesellschaften nach neuen Flugzeuggenerationen zu decken. Die in Denver ansässige Frontier Airlines ist eine der größten Ultra-Low-Cost-Fluggesellschaften Nordamerikas mit einer reinen Airbus-Flotte von über 170 Flugzeugen, hauptsächlich A320neo und A321neo, die rund 100 Ziele in den USA, Mexiko, der Karibik und Mittelamerika anfliegt. Nach der Anpassung des Auftragsbuchs verfügt Frontier Airlines weiterhin über mehr als 140 auszuliefernde A321neo und setzt sein Flottenmodernisierungsprogramm fort, das darauf abzielt, mit größeren, treibstoffeffizienteren Flugzeugen die Stückkosten zu senken und die Kapazität zu erhöhen.
Diese Transaktion spiegelt einen großen Trend in der kommerziellen Luftfahrt wider. Aufgrund von Produktionsengpässen bei Airbus und Boeing sind die Auslieferungstermine für Jahre ausverkauft, und die Auftragsslots für Flugzeuge sind zu strategischen Vermögenswerten geworden. Fluggesellschaften nutzen überschüssige Kapazitäten häufig, um Teile ihres Auftragsbuchs zu Geld zu machen, während Leasinggesellschaften aktiv wertvolle kurzfristige Auslieferungstermine erwerben, um der anhaltend hohen Nachfrage nach neuen Flugzeuggenerationen gerecht zu werden.










