de.wedoany.com-Bericht: Das chilenische Ministerium für Wissenschaft, Technologie, Wissen und Innovation (Ministerio de Ciencia, Tecnología, Conocimiento e Innovación) hat gemeinsam mit dem Ministerium für Bergbau und Wirtschaft eine interministerielle Arbeitsgruppe gebildet, die zusammen mit der chilenischen Staatskupfergesellschaft (Codelco) eine Machbarkeitsstudie zur Untersuchung von Alternativen für die Produktion von sauerstofffreiem Kupfer (OFC) gestartet hat. Aufgrund seiner hohen Reinheit und elektrischen Leitfähigkeit ist sauerstofffreies Kupfer ein wichtiger Rohstoff im Bereich der wissenschaftlichen Forschung.
An den entsprechenden Sitzungen nahmen der stellvertretende Bergbauminister Álvaro González, die stellvertretende Wissenschaftsministerin Carolina Rossi, Vertreter der Ministerien sowie Repräsentanten von Codelco teil. Dabei erklärte Ricardo Weishaupt, Generaldirektor der Codelco-Niederlassung Ventanas, das Treffen sei „sehr produktiv“ gewesen, und gab bekannt, dass Codelco bereits Kontakt mit der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) aufgenommen habe und sich auf Tests vorbereite, um die Möglichkeit einer Lieferung von sauerstofffreiem Kupfer zur Unterstützung des bis 2030 geplanten Ausbauprojekts des CERN zu analysieren. Weishaupt fügte hinzu, dass der Schwerpunkt der ersten Phase auf der Durchführung technischer Tests und wirtschaftlicher Analysen liege, um festzustellen, ob sich das Vorhaben zu einem Projekt mit Reputation, strategischem Wert und wirtschaftlicher Tragfähigkeit entwickeln lasse. Der konzeptionelle Entwurf dieser Phase werde voraussichtlich Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein, mit dem Kernziel, den strategischen, kommerziellen und wirtschaftlichen Wert des chilenischen Kupfers zu steigern, sodass es über den Rohstoffstatus hinaus zu einem höher verarbeiteten Raffinadekupfer wird.
Felipe Lagno, Generaldirektor für Innovation und Technologie bei Codelco, betonte die große Bedeutung des Treffens. Das Unternehmen arbeite an einem Projekt zur Herstellung von sauerstofffreiem Kupfer, untersuche dessen Potenzial, Nutzen und Chancen und schaffe zudem Kooperationsmöglichkeiten zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor. In den kommenden Monaten werde sich Codelco darauf konzentrieren, die wichtigsten Geschäftsfelder und Finanzierungsmöglichkeiten zu identifizieren, um das Vorhaben voranzutreiben.
Gerardo Alvear, Generaldirektor für Innovation in metallurgischen Verfahren bei Codelco, wies darauf hin, dass das Treffen die Koordination zwischen den verschiedenen Institutionen zur gemeinsamen Entwicklung des Projekts gefördert habe. Er sieht im Markt für sauerstofffreies Kupfer und fortschrittliche Fertigung eine Chance auf internationaler Ebene.
Isabel Venegas, Direktorin für neue Geschäftsfelder der Codelco-Niederlassung Ventanas, stellte den Ministerien das Projekt „Chile im CERN: Strategische Allianz für die Industrie der Zukunft“ vor. Venegas erklärte, das Team analysiere derzeit weitere potenzielle Märkte und erkenne, dass dieses Material einen Mehrwert für die Kupfer-Wertschöpfungskette schaffen und dem Land sowie der Industrie zugutekommen könne. Die Wissenschaft sei eine der potenziellen Anwendungen für sauerstofffreies Kupfer, darüber hinaus betreffe dies auch Bereiche wie Elektromobilität, Luftfahrt, Raumfahrt, erneuerbare Energien und Künstliche Intelligenz. Venegas betonte, es sei von entscheidender Bedeutung, den konzeptionellen Entwurf zu vertiefen, um Marktstudien zu initiieren, international verfügbare Technologien zu identifizieren, Erfahrungen von Experten auf diesem Gebiet zu sammeln und auf dieser Grundlage einen verlässlichen Business Case zu erstellen.











