de.wedoany.com-Bericht: Royal Jordanian Airlines treibt ihre Wachstumsstrategie voran, mit dem Ziel, die Flotte zu vergrößern und durch den Airbus A330F das Frachtgeschäft auszubauen.

Karim Makhlouf, Chief Commercial Officer der Fluggesellschaft, sagte am 26. Juni in Wien in einem Interview mit Aviation Week, dass die verfügbaren Sitzplatzkilometer in diesem Jahr um 34 % gestiegen seien und im nächsten Jahr voraussichtlich um 35 % bis 36 % wachsen würden, wobei das Wachstum über alle Netzwerkteile (einschließlich Langstrecken-, Mittelstrecken- und Regionalrouten) ausgewogen sei. Makhlouf reiste nach Wien, um den seit dem 24. Juni viermal wöchentlich angebotenen Dienst von Amman in die österreichische Hauptstadt zu starten.
Makhlouf erwähnte, dass die Fluggesellschaft bei seinem Eintritt vor fünf Jahren 23 Flugzeuge hatte, heute seien es 38, und bis 2028 solle die Flotte planmäßig auf 41 erweitert werden. Um bis 2032 eine Flottengröße von 52 Flugzeugen zu erreichen, müssten noch 11 Flugzeuge gekauft werden, ein Plan, der noch genehmigt werden müsse. Er halte dies für die notwendige Flottengröße, um als wettbewerbsfähige Fluggesellschaft zu operieren; in der Vergangenheit sei Royal Jordanian zu klein gewesen. Die zukünftige Flotte bestehe aus Flugzeugen der A320/A321neo-Familie, der Embraer E195-E2 und der Boeing 787. Bis 2032 werde die Langstreckenflotte insgesamt 14 Boeing 787 umfassen, derzeit betreibe man neun, mit dem Plan, diese schrittweise um etwa ein Flugzeug pro Jahr zu erweitern.
Makhlouf betonte, dass der wichtigste Schwerpunkt der Umstrukturierung die Steigerung der Flottenproduktivität und des Sitzladefaktors sei, der bereits 81,5 % erreicht habe, was die Grundlage für Rentabilität bilde. Der Nettogewinn der Fluggesellschaft betrug 2025 30,5 Millionen US-Dollar. Im Bereich der Frachtflotte investiere die Fluggesellschaft in das Konzept eines multimodalen Knotenpunkts, einschließlich eines regionalen Logistik- und Frachtzentrums, und suche nach neuen Werken für den Bau des Airbus A330F, um Frachtflüge in die USA, nach Afrika und Europa durchzuführen, mit dem Ziel, innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre drei A330F zu besitzen. Derzeit betreibe die Fluggesellschaft einen A321F auf regionalen Strecken und auf Routen nach Maastricht in den Niederlanden (ihrem europäischen Frachtknotenpunkt) und suche einen zweiten A321F, um das Frachtgeschäft zu stärken.
Zu den Auswirkungen der Herausforderungen mit dem Pratt & Whitney GTF-Triebwerk auf die Flotten der E195-E2 und der A320/A321neo-Familie sagte Makhlouf, dass es vor zwei Jahren zunächst Probleme mit der E2-Flotte gegeben habe, die jedoch dank ausreichender Ersatztriebwerke und rechtzeitiger Unterstützung durch Embraer und Pratt & Whitney schnell gelöst worden seien; derzeit gebe es keinerlei Probleme. Royal Jordanian sei der Erstkunde für die E195-E2 im Nahen Osten und betreibe acht Flugzeuge. Bei der A320neo-Flotte, die neu sei, werde für das nächste Jahr mit GTF-Triebwerksproblemen gerechnet. Während des Iran-Krieges sei 25 % der Flotte der Fluggesellschaft am Boden gewesen, was es ermöglicht habe, die Standzeit für Triebwerkswartungen zu nutzen. Es werde erwartet, dass dieser proaktive Ansatz das Risiko gleichzeitiger Probleme aller GTF-Triebwerke verringere, und man hoffe, dieses Triebwerksproblem innerhalb von zwei Jahren zu überwinden.










