TSMC aus Taiwan, China, verzeichnet im ersten Quartal 41 % Umsatzwachstum – KI treibt Expansion der Halbleiterfertigung voran
2026-07-06 09:34
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de.wedoany.com-Bericht: Einem aktuellen Bericht des Marktforschungsinstituts Counterpoint zufolge durchläuft die Halbleiterfertigungsbranche einen strukturellen Wandel, der durch die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz angetrieben wird. TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) hat seinen Marktvorteil dank des KI-Booms weiter ausgebaut. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal dieses Jahres einen Umsatzanstieg von 41 % im Vergleich zum Vorjahr, was auf die gestiegene Produktion fortschrittlicher KI-Chips zurückzuführen ist. Counterpoint erwartet, dass TSMC im gesamten Jahr 2026 einen Wachstumstrend beibehalten und einen Umsatzanstieg von nahezu 36 % erzielen wird, angetrieben durch die hohe Nachfrage nach Fertigung auf den neuesten Knoten und fortschrittlicher Packaging-Technologie.

Laut Analyst William Li übertrifft die aktuelle Expansion bei weitem die üblichen Branchenzyklen. Die Nachfrage habe TSMC bereits gezwungen, die Kapazitäten zwischen verschiedenen Fabriken neu zu verteilen, Produktionslinien für ausgereifte Knoten auf fortschrittlichere Technologien umzustellen und sogar die traditionelle jährliche Preispolitik zu ändern.

Der Bericht hebt auch die gute Performance einiger chinesischer Hersteller hervor, die auf die Lokalisierungspolitik der heimischen Industrie und den strukturellen Anstieg der Siliziumwafer-Preise zurückzuführen ist. SMIC (Semiconductor Manufacturing International Corporation) verzeichnete ein Umsatzwachstum von 12 %, Nexchip von 19 %. Counterpoint ist der Ansicht, dass diese Zahlen im restlichen Jahresverlauf stabil bleiben könnten, da sich das chinesische Technologie-Ökosystem weiter stärkt. Gleichzeitig verzeichneten Hersteller wie UMC (United Microelectronics Corporation) und Vanguard International Semiconductor Corporation ein Wachstum von 10 % bzw. 14 %, was auf die Erholung des Marktes für Unterhaltungselektronik und die gestiegene Nachfrage nach Power-Management-ICs (PMIC) zurückzuführen ist.

Das Wachstum großer KI-Modelle hat auch die verfügbaren Kapazitäten für fortschrittliche Chips erheblich unter Druck gesetzt. Counterpoint weist darauf hin, dass die steigenden Aufträge für spezialisierte Prozessoren (insbesondere TPUs und ASICs) die Spannungen bei der Produktion auf den neuesten Knoten weiter verschärfen und neue Chancen für Intel Foundry und Samsung Foundry eröffnen könnten. Ein potenzieller Katalysator ist die mögliche Fertigung zukünftiger Apple-Prozessoren mit Intel-Technologie, was die Wettbewerbsposition des US-amerikanischen Unternehmens im Bereich der Fertigungsdienstleistungen für Dritte erheblich stärken würde.

Der Bericht stellt fest, dass OSAT (Outsourced Semiconductor Assembly and Test) zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit der steigenden Komplexität von KI-Prozessoren ist fortschrittliches Packaging zu einem entscheidenden Schritt im Produktionsprozess und sogar zu einem der Hauptengpässe für die Ausweitung der Produktion geworden. ASE (Advanced Semiconductor Engineering) verzeichnete ein Umsatzwachstum von 18 %, während Amkor dank einer extrem hohen Auslastung seiner fortschrittlichen Packaging-Linien ein Rekordwachstum von 25 % erzielte. Das Unternehmen erwartet für 2026 eine Verdreifachung der Einnahmen aus KI-bezogenen Projekten. Auch andere spezialisierte Unternehmen wie Tongfu Microelectronics, KYEC (King Yuan Electronics) und Powertech Technology verzeichneten ein starkes Aktivitätswachstum.

Counterpoint definiert dieses neue Szenario als Übergang zum Foundry 2.0-Modell. Dieses Konzept erweitert den traditionellen Blickwinkel der Foundries und umfasst nicht nur die Wafer-Fertigung, sondern auch fortschrittliches Packaging, finale Tests und Anbieter von Fotolithografie-Masken. Diese Integration ist eine Reaktion auf die zunehmende Komplexität von KI-Systemen, bei denen die endgültige Leistung sowohl vom Herstellungsprozess als auch von der Fähigkeit abhängt, mehrere Chips bei möglichst geringem Stromverbrauch zusammenzupacken. Laut dem Beratungsunternehmen wird der zukünftige Wettbewerb in der Branche nicht mehr nur davon abhängen, wer den fortschrittlichsten Fertigungsknoten besitzt, sondern davon, wer eine vollständig integrierte Produktionslinie bieten kann, um dem enormen Wachstum der KI-Nachfrage in den kommenden Jahren gerecht zu werden.

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