de.wedoany.com-Bericht: Am 4. Juli stellte die Universität für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICTU) der Thai Nguyen Universität das „Nationale Ökosystem für die Zusammenarbeit zwischen Staat, Schule und Unternehmen“ vor, um Ausbildung, Forschung, Innovation, digitale Transformation und kulturelle Entwicklung im Hochschulbereich zu fördern. Diese Initiative ist ein konkreter Umsetzungsschritt der Resolutionen Nr. 57-NQ/TW, Nr. 71-NQ/TW und Nr. 80-NQ/TW des Politbüros Vietnams, die bahnbrechende Fortschritte in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Innovation, digitale Transformation, Bildungsausbildung und kulturelle Entwicklung betreffen.
Nach Angaben von Vertretern der ICTU beschränkt sich die Schule nicht mehr auf die Unterzeichnung von Kooperationsvereinbarungen oder kurzfristigen Praktikumsprogrammen, sondern entscheidet sich für den Aufbau eines dauerhaft funktionierenden Ökosystems, in dem Verwaltungsbehörden, Unternehmen, Lehrkräfte, Wissenschaftler und Studierende gemeinsam an Ausbildung, Forschung, Produktentwicklung und Technologietransfer teilnehmen.

Der Rektor der ICTU, außerordentlicher Professor Dr. Phùng Trung Nghĩa, sagte in seiner Eröffnungsrede, dass Thai Nguyen einen tiefgreifenden Wandel durchmache und zum Zielort vieler großer Konzerne und Unternehmen werde, was Entwicklungsmöglichkeiten für die Region und die Lokalbevölkerung mit sich bringe. Er betonte, dass die entscheidende Frage sei, wie diese Chancen in Lern-, Forschungs-, Innovations- und Unternehmensmöglichkeiten für die Studierenden während ihrer Studienzeit umgewandelt werden könnten. Die ICTU habe beschlossen, sofort zu handeln, indem sie dieses Ökosystem aufbaue, Unternehmen auf den Campus bringe und reale Probleme in den Unterricht einfließen lasse. Phùng Trung Nghĩa wies darauf hin, dass diese Idee das Ergebnis der schrittweisen Fähigkeitsentwicklung, des Aufbaus von Kooperationsbeziehungen und der Vorbereitung von Teams und Infrastruktur der Schule über viele Jahre hinweg sei. Angesichts der großen politischen Richtlinien der Partei, der Entschlossenheit der Schule und der zunehmend engeren Zusammenarbeit mit der Unternehmensgemeinschaft sei der Zeitpunkt reif, diesen Wunsch in die Realität umzusetzen. Ein herausragendes Merkmal dieses Modells sei der Wandel vom Denken der „Unterzeichnung von Kooperationen“ hin zur „gemeinsamen Betriebsführung“. Dabei spiele der Staat eine politikleitende und verbindende Rolle; die Schule organisiere Ausbildung und Forschung; und die Unternehmen beteiligten sich direkt an den Prozessen der Ausbildung, Forschung, Produktentwicklung, Einstellung und des Technologietransfers. Ein Schwerpunkt sei der fast 2.500 Quadratmeter große unternehmenseigene Kooperationsraum auf dem Campus, in dem Unternehmen F&E-Büros einrichten, Schulungen, Praktika und Einstellungen durchführen sowie gemeinsame Forschung mit Lehrenden und Studierenden betreiben könnten. Derzeit seien etwa 80 % dieser Fläche von Unternehmen angemeldet. Das Ökosystem habe bereits Unternehmen aus den Bereichen digitale Technologie, High-Tech-Fertigung, digitale Finanzen und Kulturindustrie angezogen, darunter Samsung Việt Nam, Viettel Software, VinFast, Foxconn und MISA. Die ICTU erklärte, dass dieser Ansatz dazu beitrage, reale Probleme von Unternehmen in die universitäre Umgebung zu bringen, während gleichzeitig die Forschungsideen und personellen Ressourcen der Schule die Chance hätten, in Produkte, Dienstleistungen und Lösungen umgewandelt zu werden, die der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung dienen.

Der stellvertretende Minister für Kultur, Sport und Tourismus Vietnams und ehemalige Vorsitzende der Provinz Thai Nguyen, Nguyễn Huy Dũng, betonte auf der Veranstaltung die Wirksamkeit des „Drei-in-eins“-Kooperationsmodells (Staat-Schule-Unternehmen) und schlug vor, internationale Kooperationsfaktoren hinzuzufügen, um ein „Drei-in-eins+1“-Modell zu bilden. Er ist der Ansicht, dass die Grundlagenwissenschaften, die technischen Wissenschaften und die angewandten Wissenschaften noch große Anstrengungen unternehmen müssten, um das internationale Durchschnittsniveau zu erreichen, weshalb die Auswahl internationaler strategischer Partner für die Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung sei.
Dieses Kooperationsökosystem zielt darauf ab, die Ausbildungsmethoden entsprechend den tatsächlichen Anforderungen des Arbeitsmarktes zu reformieren. Die Studierenden kommen bereits ab dem ersten Jahr mit Unternehmen in Kontakt und nehmen an realen Projekten teil. Die ICTU hat bereits mit mehreren Unternehmen Kooperationsausbildungsprogramme durchgeführt. Der Samsung Innovation Campus hat 394 Studierende in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Big Data, Internet der Dinge (IoT) und Halbleitertechnologie ausgebildet. Foxconn koordiniert Schulungen, Praktika und die Auswahl von etwa 200 Studierenden als Nachwuchskräfte. Viettel Software hat für etwa 200 Studierende Praktika und Unternehmensprojekte gestartet, von denen 32 an realen Softwareentwicklungsprojekten teilnehmen. Die Schule arbeitet außerdem mit VinFast, Luxshare ICT, CodeGym und einem Netzwerk von über 340 Unternehmen bei der Curriculumentwicklung, Praktikumsbetreuung, angewandten Forschung und Einstellungsaktivitäten zusammen. Von Lehrenden und Studierenden entwickelte Technologieprodukte wie das intelligente Trainingssystem iBLS, die intelligente Business-Netzwerkplattform (IBN), der KI-Chatbot ICTUBot und das Virtual-Reality-System E-Car Factory wurden bereits in Betrieb genommen. Der Direktor von Viettel Software, Oberst Bùi Trình, erklärte, dass dieses Modell den Studierenden helfe, frühzeitig mit Technologie und Arbeitsumgebungen in Kontakt zu kommen. Viettel habe bereits ein Labor auf dem Campus eingerichtet, und viele Studierende seien nach ihrem Praktikum von Viettel eingestellt worden.










