de.wedoany.com-Bericht: Die japanische Firma Fire Hydrant Sign Co., Ltd., die für die Verwaltung von Hydrantenschildern zuständig ist, hat eine technische Demonstration abgeschlossen, bei der bestehende Straßenschilder als Infrastruktur mit Starlink-Satellitenantennen genutzt wurden, um ein Notfall-Wi-Fi-Netz aufzubauen. Ziel ist es, eine alternative Lösung für Kommunikationsausfälle während häufiger Naturkatastrophen wie Erdbeben und Tsunamis bereitzustellen.
Die Demonstration fand in der Nähe der Niederlassung des Unternehmens in der Präfektur Kanagawa statt. Jedes Hydrantenschild, ein übliches öffentliches Straßenelement in Wohngebieten, wurde zu einem Knotenpunkt umfunktioniert, der sowohl die Markierung von Notwasserstellen als auch die Funktion eines Kommunikationszentrums übernimmt. Das Unternehmen verwaltet landesweit 120.000 Hydrantenschilder, was bedeutet, dass für die Installation von Starlink-Geräten keine zusätzlichen Grundstücke oder speziellen Antennenmasten erforderlich sind.
Japan liegt an der Grenze mehrerer tektonischer Platten und ist häufig von Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüchen und extremen Wetterereignissen betroffen. In solchen Notfällen sind terrestrische Telekommunikationsinfrastrukturen wie Glasfaserkabel und Mobilfunkmasten oft als erstes beschädigt. Durch die Integration des Starlink-Satelliten-Wi-Fi-Netzes in Hydrantenschilder könnten Menschen im Katastrophenfall weiterhin auf Informationen zugreifen und kommunizieren.

Das derzeitige Geschäftsmodell von Fire Hydrant Sign Co. besteht darin, Werbeflächen unterhalb der Hydrantenschilder an Unternehmen zu vermieten. Das Hinzufügen einer Starlink-Antenne zu diesen Schildern bietet nicht nur eine Konnektivitätslösung im Katastrophenfall, sondern schafft auch neue Einnahmemöglichkeiten für das Unternehmen, beispielsweise durch kostenpflichtige Wi-Fi-Dienste bei Großveranstaltungen oder Stromausfällen oder durch die Bereitstellung von Internetzugang als Teil eines Katastrophennotfallsystems für lokale Regierungen.
Das Unternehmen erklärte in einer offiziellen Stellungnahme, dass es eine Zusammenarbeit mit lokalen Regierungen, regionalen Unternehmen und relevanten Organisationen in Betracht zieht, um diese Initiative breiter zu fördern. Das Nutzungspotenzial des Netzwerks beschränkt sich nicht nur auf Katastrophensituationen, sondern umfasst auch Stromausfälle, regionale Großveranstaltungen und andere Gelegenheiten, bei denen zusätzliche Wi-Fi-Verbindungen erforderlich sind. Allerdings betonte das Unternehmen in der Pressemitteilung, dass es sich bei diesem Test um eine technische Machbarkeitsstudie handele und der erfolgreiche Test nicht bedeute, dass der Wi-Fi-Dienst bald kommerziell eingeführt werde. Darüber hinaus stellte das Unternehmen klar, dass Starlink kein offizieller Partner dieses Projekts sei.











