de.wedoany.com-Bericht: Seatriums schwimmendes Living Lab (FLL) hat begonnen, Strom an das singapurische Stromnetz zu liefern. Die Plattform integriert die Stromerzeugung aus Flüssigerdgas (LNG) mit einem Batteriespeichersystem.

Die Plattform erzeugt zunächst Strom für den eigenen Betrieb und speist anschließend überschüssige Energie in das Netz ein. Schätzungen zufolge kann die überschüssige Energie etwa 1.500 Vier-Zimmer-Wohnungen (HDB) versorgen.
Die Plattform erhielt im März ihre erste LNG-Lieferung per Schiff-zu-Schiff-Bunkerung.
Der singapurische Minister für Arbeitskräfte sowie für Energie- und Technologieangelegenheiten, Tan See Leng, war Zeuge des Projektstarts.
Das schwimmende Living Lab ist als dezentrale Energieplattform konzipiert, die gleichzeitig Offshore-Arbeiten und das nationale Stromnetz mit Strom versorgen kann.
Die Anlage erhielt das Remote-CON-Klassensymbol des American Bureau of Shipping (ABS), das die Überwachung und Steuerung kritischer Bordsysteme von einem landgestützten Betriebszentrum aus ermöglicht. Patrick Ryan, Senior Vice President und Chief Technology Officer des ABS, erklärte, dass das Projekt die Umsetzung von Fernsteuerungsfähigkeiten unter den Standards der Klassifikationsgesellschaft demonstriere. Ryan zufolge sei Sicherheit die Grundlage für den erfolgreichen Einsatz neuartiger Fernsteuerungs- und dezentraler Energietechnologien in Offshore- und küstennahen Umgebungen.
Seatrium betreibt ein landgestütztes Fernbetriebszentrum, das auf dem Sicherheitsrahmenwerk von Det Norske Veritas (DNV) basiert. Das Zentrum nutzt Künstliche Intelligenz zur Automatisierung der Datenverarbeitung, Überwachung von Energiesystemen und Unterstützung von Betriebsentscheidungen und integriert Cybersicherheitsmaßnahmen, einschließlich Post-Quanten-Verschlüsselungstechnologie.
Lee Wey Lii, Senior Vice President für Digitalisierung bei Seatrium, erklärte, dass die erste Stromabgabe die Fähigkeit der Plattform bestätigt habe, sowohl den Betrieb von Seatrium als auch das nationale Stromnetz zu versorgen. Lee zufolge sei die erste elektronische Übertragung ein entscheidender Meilenstein, der bestätige, dass das schwimmende Living Lab als netzintegrierte Anlage in der Lage sei, zur nationalen Energieresilienz beizutragen und gleichzeitig den internen Bedarf zu decken.
Die Entwicklung des Projekts wurde von der Energy Market Authority (EMA) unterstützt, die den Einsatz des Batteriespeichersystems förderte. Violet Chen, Direktorin für Solar- und Netzwerklösungen bei der EMA, erklärte, dass das schwimmende Living Lab eine Umgebung biete, um neue Energietechnologien unter Betriebsbedingungen zu testen. Chen zufolge seien Speicherlösungen wie diese für die Aufrechterhaltung der Netzstabilität und -resilienz von entscheidender Bedeutung, da das singapurische Stromnetz zunehmend intermittierende erneuerbare Energien integriere.
Seatrium gab an, zu planen, die Fähigkeiten der Plattform für zukünftige schwimmende Speicher- und küstennahe Elektrifizierungsprojekte zu nutzen.










