de.wedoany.com-Bericht: Das brasilianische Chemieunternehmen Braskem steigert durch eine Reihe von Elektrifizierungsprojekten in industriellen Prozessen die Energieeffizienz und senkt die Kohlenstoffemissionen. Im Vesta-Projekt in der ABC-Region von São Paulo, in der zweiten Phase des Biomasse-Nutzungsprojekts im Bundesstaat Alagoas sowie bei der Installation von Elektrokesseln im Werk Paulínia (SP) setzt das Unternehmen gezielt auf den Ersatz von Dampfturbinen durch Elektromotoren, um Betriebseffizienz zu steigern, Kosten besser planbar zu machen und die CO₂-Emissionen bestehender Anlagen zu reduzieren.

Braskem betont, dass der Ersatz von Dampfturbinen durch Elektromotoren die Haupttriebkraft dieser Transformation ist und sich in verschiedenen industriellen Anwendungen bewährt hat. Im Vesta-Projekt bringt dieser Austausch deutliche Effizienzsteigerungen: Kondensationsdampfturbinen erreichen einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 20 bis 30 Prozent, während Elektromotoren etwa 90 Prozent erreichen können. Darüber hinaus senkte die umfassende Elektrifizierung den Energieverbrauch des ABC-Werks um über 7,3 Prozent.

Diese Einsparung entspricht etwa dem Energieverbrauch der Haushalte einer Stadt mit rund einer Million Einwohnern. Das Vesta-Projekt trägt zudem jährlich mit etwa 100.000 Tonnen CO₂-Äquivalent zur Klimastrategie von Braskem bei.
Im Bundesstaat Alagoas arbeitet Braskem mit Veolia an einem Dekarbonisierungsprojekt, bei dem Erdgas durch Biomasse ersetzt wird, sodass das PVC-Werk vollständig mit Dampf aus erneuerbaren Quellen versorgt werden kann. In diesem Projekt verbesserte der Ersatz von Dampfturbinen durch Elektromotoren nicht nur die Prozesseffizienz, sondern ermöglichte dem Unternehmen auch die Stilllegung des letzten Gaskessels. Derzeit bezieht das Werk seinen gesamten Prozessdampf aus erneuerbarer Biomasse, was jährlich rund 150.000 Tonnen CO₂-Äquivalent einspart.
In Paulínia arbeitet Braskem mit ComBio zusammen, um mit Elektrokesseln Dampf zu erzeugen und so die Elektrifizierung thermischer Prozesse voranzutreiben. Das Projekt soll die CO₂-Äquivalent-Emissionen des Werks um etwa 65 Prozent senken und die Dampfproduktionskosten um rund 20 Prozent reduzieren. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

„Die Umsetzung dieser Projekte in bereits betriebenen Werken unterstreicht die technologische Reife und Ingenieurskompetenz von Braskem. Diese Maßnahmen erfordern eine strenge Planung, Systemintegration und maßgeschneiderte Lösungen und haben wichtige Erfahrungen gesammelt, die dazu beitragen, die Elektrifizierung der gesamten chemischen Industrie zu beschleunigen", sagte Robson Casali, Manager für Energiegeschäftsentwicklung bei Braskem.










