Brasilianische Regierung plant Aktualisierung der Höhlenschutzregeln – könnte 30 % bis 35 % der Bergbauprojekte freigeben
2026-07-06 13:46
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de.wedoany.com-Bericht: Die brasilianische Bundesregierung hat angekündigt, die Schutzregeln für natürliche unterirdische Höhlen zu aktualisieren, was 30 % bis 35 % der Projekte des Bergbausektors des Landes freigeben könnte. Diese Nachricht gab Bergbau- und Energieminister Alexandre Silveira auf der Veranstaltung CNN Talks | Neue Ära des Bergbaus bekannt, die am Dienstag (30.) von CNN Brasilien veranstaltet wurde.

Laut dem Minister basiert der Vorschlag auf technischen Standards und wurde gemeinsam mit dem Umweltministerium (Ministério do Meio Ambiente) und Umweltbehörden erarbeitet. Ziel ist es, die jahrelange rechtliche Unsicherheit zu verringern, die die Umweltgenehmigungsverfahren beeinträchtigt hat, und ein berechenbareres Umfeld für Investitionen in Bergbau, Energie und Infrastruktur zu schaffen. Silveira erklärte, dass die Aktualisierung der Vorschriften historische Hindernisse beseitigt, die die Umsetzung strategischer Projekte des Landes behindert haben, insbesondere in einem Moment, in dem Brasilien seine Position in der globalen Lieferkette für kritische Mineralien festigen möchte.

„Wir korrigieren Engpässe, die die Entwicklung des Landes seit Jahren behindern. Das neue Dekret bringt technische Klarheit und Verantwortungsbewusstsein. Im Gegensatz zu früheren Vorschlägen, die unverantwortlich waren, das Umwelterbe gefährdeten und letztlich in Frage gestellt wurden, wurde dieser Text in Absprache mit dem Umweltministerium und den Umweltbehörden erstellt, um das geologische Erbe zu schützen und die Effizienz in Bereichen zu steigern, in denen das Land Entwicklung benötigt. In den kommenden Tagen werden wir bedeutende Erfolge erzielen“, sagte der Minister auf der Veranstaltung.

Eine der wichtigsten erwarteten Änderungen ist die Überarbeitung der Methode zur Klassifizierung natürlicher unterirdischer Höhlen. Ziel ist es, unterschiedliche Auslegungen zwischen Umweltberatungsunternehmen und öffentlichen Stellen während des Umweltgenehmigungsverfahrens zu reduzieren. Ein zentraler Punkt der Vorschriften betrifft die sogenannten „verschlossenen Höhlen“. Nach den derzeitigen Regeln kann die bloße Möglichkeit des Vorhandenseins dieser Art von Formationen ein Projekt zum Stillstand bringen, bevor technische Studien abgeschlossen sind. Das neue Dekret zielt darauf ab, diese Subjektivität zu verringern. Eine weitere wichtige Änderung legt fest, dass das Chico-Mendes-Institut für Biodiversitätsschutz (ICMBio) innerhalb von maximal 30 Tagen eine Stellungnahme zum Umweltgenehmigungsverfahren abgeben muss. Nach Angaben des Ministeriums für Bergbau und Energie soll diese Maßnahme den Analyse-Rückstand verringern und Projekte beschleunigen, die als strategisch für das Land gelten. Es wird erwartet, dass dies positive Auswirkungen auf die Produktion von Eisenerz und Kalkstein haben wird, die wichtige Einsatzstoffe für zahlreiche Wirtschaftsbereiche sind.

Alexandre Silveira betonte, dass die neuen Vorschriften den Schutz von Höhlen, die als von höherem Umwelt-, Wissenschafts-, Geschichts- oder Tourismuswert gelten, nicht verringern. Ihm zufolge werden Formationen wie die Lapinha-Höhle und das Mondtal weiterhin vollständig geschützt. Der Minister erklärte, dass das Dekret darauf abzielt, technische Standards zu etablieren, um Bereiche zu unterscheiden, die absoluten Schutz benötigen, von solchen, in denen durch Ausgleichsmaßnahmen wirtschaftliche Aktivitäten möglich sind. Während der Veranstaltung hob Silveira auch andere Prioritäten des Sektors hervor, wie die Modernisierung der Nationalen Bergbaubehörde (ANM), Sanierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Umweltkatastrophen im Bundesstaat Minas Gerais sowie die Autonomie von Petrobras bei der Bewertung von Investitionen in neue Bergbaugebiete, sofern die Kriterien der wirtschaftlichen Rentabilität sowie der sozialen und ökologischen Verantwortung erfüllt sind. „Die Bodenschätze Brasiliens müssen auf nachhaltige Weise Wohlstand schaffen“, fasste der Minister zusammen.

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