Rolls-Royce UltraFan 80 Test, UltraFan 30 Erstlauf 2028
2026-07-06 16:04
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de.wedoany.com-Bericht: Rolls-Royce hat die Montage- und Konstruktionsarbeiten für die UltraFan-Demonstratorenserie aufgenommen. Der UltraFan 80-Demonstrator mit einem Schub von 85.000 lbf (380 kN) wird derzeit im Werk Derby montiert und für die Wiederaufnahme der Bodentests vorbereitet, während der UltraFan 30-Demonstrator mit einem Schub von 30.000 lbf für den Erstlauf im Jahr 2028 geplant ist.

Der UltraFan 80-Demonstrator absolvierte bei den ersten Tests im Jahr 2023 insgesamt rund 70 Betriebsstunden. Die Rückkehr auf den Prüfstand dient der weiteren Reifung der Triebwerksarchitektur und der Schlüsseltechnologien. Jeremy Hughes, Leiter des Demonstratorprogramms, erklärte, dass das Team mehrere Modifikationen und Änderungen am Kernmodul vorgenommen habe, um die Erkenntnisse aus den vorherigen Tests zu adressieren. Die nächste Testreihe werde sich auf die Leistung, Robustheit und Haltbarkeit des Niederdrucksystems konzentrieren.

Die Konzeptprüfung für den UltraFan 30-Demonstrator wurde im Juni abgeschlossen und baute auf dem im März von Rolls-Royce vorgestellten Design auf. Dieser Demonstrator skaliert die Getriebearchitektur auf den Schmalrumpf-Einsatz und basiert auf dem Kernmodul des bestehenden Pearl-Geschäftsreisetriebwerks. Dies könnte eine weitere Weiterentwicklung des Advance 2-Kernmoduls bedeuten, von dem die neueste Pearl-Generation abstammt. Hughes sagte, dies sei etwas, worüber das Unternehmen derzeit intensiv nachdenke. Man habe umfangreiche Arbeiten zur Bewältigung der Schmalrumpf-Herausforderungen eingeleitet; die Testaktivitäten für das Leistungsgetriebe erstreckten sich von Ende 2026 bis 2027.

Der UltraFan 30 führt Merkmale wie einen kurzen Einlass und gewellte Auslassleitschaufeln ein, die möglicherweise auf den UltraFan 80 übertragen werden könnten. Das Unternehmen führt zudem aerodynamische Fan-Leistungstests in den Windkanalanlagen in Marknesse (Niederlande) und Darmstadt (Deutschland) durch.

Im Schmalrumpfmarkt steht Rolls-Royce einem Duopol von CFM International und Pratt & Whitney gegenüber. Rob Watson, Präsident der zivilen Luftfahrtsparte, erklärte, man prüfe Partnerschaftsmodelle; eine Zusammenarbeit sei der bevorzugte Weg, notfalls könne man das Vorhaben aber auch eigenständig umsetzen.

Auf die Frage, ob die UltraFan-Technologie für die Nachrüstung bestehender Großraumflugzeugplattformen genutzt werden könne, meinte Watson, der Technologiesprung erfordere möglicherweise neue Flugzeugplattformen. Das Unternehmen führe Gespräche mit beiden Flugzeugherstellern über mögliche Optionen.

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