de.wedoany.com-Bericht: Embraer hat die Studie „Connecting Africa – Unlocking Africa’s Intra-Regional Connectivity Potential" (Ausgabe 2026) veröffentlicht. Das Dokument aktualisiert die Karte der wichtigsten innerafrikanischen Strecken und zeigt, dass die Konnektivitätslücke zwischen afrikanischen Städten trotz neuer Streckeneröffnungen im vergangenen Jahr weiter wächst – eine Chance für Fluggesellschaften und Betreiber von Regionalflugzeugen.

Der Bericht zeigt, dass in der neuen Version 55 Start-Ziel-Märkte (O&D) ohne regelmäßige Direktflüge identifiziert wurden – zehn mehr als in der vorherigen Ausgabe. Die Studie berücksichtigt ausschließlich innerafrikanische Märkte, verwendet Daten von Sabre von April 2025 bis März 2026 und schließt Inlandsflüge, Strecken nach Nordafrika sowie Strecken über 2.600 Seemeilen aus.
Die wichtigste Strecke ist Kapstadt (CPT)–Lagos (LOS). Laut dem von Embraer verwendeten Nachfragestimulationsmodell beträgt die geschätzte tägliche Nachfrage auf dieser Strecke 70 Passagiere pro Richtung (PDEW), die nach Aufnahme von Direktflügen auf 94 Passagiere pro Tag steigen könnte. Zu den weiteren Märkten zählen Kapstadt–Lusaka, Dakar–Libreville, Bamako–Libreville und Abuja–Nairobi, die als vielversprechende Kandidaten für den Betrieb mit Regionalflugzeugen der nächsten Generation gelten.
Der Bericht betont, dass die Zunahme der unbedienten Märkte nicht auf mangelnde Nachfrage zurückzuführen ist. Bei mehreren Stadtpaaren liegt das jährliche Passagierwachstum bei über 50 %, während neue Strecken eröffnet und alte eingestellt werden – das Marktumfeld gilt als äußerst dynamisch. Embraer ist der Ansicht, dass dies darauf hindeutet, dass die Herausforderung in der Abstimmung von Kapazität, Flugfrequenz und Geschäftsmodell liegt, nicht im Fehlen eines Konsummarktes.
Im Vergleich zur vorherigen Studie sind drei Märkte aufgrund der Aufnahme von Direktflügen aus der Rangliste ausgeschieden: Abidjan–Douala, Dakar–Cotonou und Kapstadt–Daressalam. Gleichzeitig sind neue Chancen in die Liste der zehn potenziellen Strecken aufgenommen worden, darunter Bamako–Libreville, Durban–Mauritius, Accra–Dakar, Lagos–Dakar und Maputo–Nairobi – ein Spiegelbild der sich verändernden Nachfrage und Streckennetze in Afrika.
Die Studie dokumentiert zudem, dass seit der letzten Veröffentlichung fünf weitere Strecken eröffnet wurden, darunter Accra–Ouagadougou, Bujumbura–Daressalam, Accra–Daressalam, Daressalam–Lagos und Kapstadt–Sansibar. Die letztgenannte Strecke soll voraussichtlich im Oktober 2026 von Airlink mit Embraer E195-E2-Flugzeugen in Betrieb genommen werden.
Nach Einschätzung des Herstellers bestehen weiterhin Dutzende Märkte mit einer täglichen Nachfrage von 10 bis 70 Passagieren pro Richtung, was die Bedeutung von Flugzeugen mit geringer Kapazität, niedrigen Betriebskosten und hoher Flugfrequenz unterstreicht. Das Dokument weist darauf hin, dass die Nachfrage in vielen dieser Märkte weiterhin unter der wirtschaftlichen Schwelle herkömmlicher Schmalrumpf-Jets liegt, aber für den Betrieb mit Regionalflugzeugen oder kleineren Schmalrumpfmaschinen geeignet ist, um profitabel zu bleiben und die Konnektivität auf dem Kontinent auszubauen.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der afrikanische Markt weiterhin eine wachsende Palette von Chancen für die Streckennetzerweiterung bietet. Embraers Empfehlungen an Fluggesellschaften konzentrieren sich auf drei Säulen: die richtige Abstimmung der Flugzeugkapazität, die Priorisierung höherer Flugfrequenzen gegenüber der Einzelflugkapazität sowie die beschleunigte Aufnahme neuer Strecken, um die derzeitige Abhängigkeit von Umsteigeverbindungen über große regionale Drehkreuze zu verringern.










