T-Mobile USA startet in Partnerschaft mit Starlink monatlichen Satellitendienst
2026-07-07 09:04
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de.wedoany.com-Bericht: Der massive Anstieg der Satellitenstarts senkt die Verbraucherkosten auf zwei grundlegend unterschiedliche Weisen.

Für Nutzer in dicht besiedelten Stadtzentren senkt Satellitenbreitband nicht direkt die monatliche Internetrechnung für zu Hause. Am Beispiel von Starlink: Der Standard-Haushaltsdienst kostet zwischen 55 und 130 US-Dollar pro Monat, zuzüglich einer einmaligen Hardwaregebühr von 340 US-Dollar. Satelliten unterliegen dem grundlegenden physikalischen Gesetz einer begrenzten Bandbreitenkapazität pro Quadratkilometer. Ein Satellit, der eine Großstadt überfliegt, muss seinen Datenstrahl mit Millionen zusammengedrängter Menschen teilen, was zu sofortiger Netzüberlastung führt.

Die Zunahme der Satellitenstarts wirkt sich auf folgende Weise auf die Verbraucherkosten aus. Die erste Möglichkeit sind mobile Satelliten-Zusatzdienste. Satellitenbetreiber senden mithilfe der Direct-to-Device (D2D)-Technologie Signale direkt an unmodifizierte Smartphones. Mobilfunkanbieter nutzen den Weltraum als Werkzeug, um die Paketierung von Mobilfunktarifen zu verändern. T-Mobile hat den Dienst „T-Satellite“ eingeführt, der von den zellularen Satelliten von Starlink unterstützt wird. Dieser Dienst bietet Satelliten-Nachrichten- und Datenabdeckung in Funklöchern zu einem monatlichen Festpreis von 10 US-Dollar und ist in Premium-Unlimited-Tarifen vollständig kostenlos enthalten. AT&T und Verizon gründen ein Joint Venture, um Spektrumsressourcen zu bündeln und eine ähnliche wettbewerbsfähige Open-Access-Satellitenschicht anzubieten. Durch die Auslagerung von Notfallabdeckung, grundlegenden SMS und Fernkartendaten in Weltraumnetzwerke sind Mobilfunkanbieter gezwungen, wettbewerbsfähigere Datentarife anzubieten.

Die zweite Möglichkeit ist die Bedrohung durch „gut genug“, die lokale Preissteigerungen begrenzt. Ihr Wirkmechanismus leitet sich aus der Theorie der bestreitbaren Märkte (contestable market theory) ab. Historisch betrieben regionale Kabel- und Glasfaseranbieter nahezu monopolistisch; heute entziehen die allgegenwärtigen Konstellationen im niedrigen Erdorbit (Low Earth Orbit, LEO) traditionellen Internetdienstanbietern (ISPs) ihren festen Kundenstamm. Da Budgetstufen wie der Starlink-Zugangsplan mit 100 Mbit/s für 55 US-Dollar pro Monat allgemein verfügbar sind, stehen traditionelle Breitbandunternehmen unter einer Preisobergrenze. Verbraucher können sofort zu Satellitenalternativen wechseln. Laut dem jährlichen Breitbandpreisindex (Broadband Pricing Index) der Telekommunikationsbranche sind die realen Kosten für Einstiegstarife für terrestrisches Internet so stark gesunken wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Terrestrische Anbieter senken aktiv die Preise, investieren Milliarden in den Ausbau von Glasfaser und schaffen verbindliche Langzeitverträge ab, um einen Abfluss ihres Kundenstamms zu Weltraumalternativen zu verhindern.

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