Portugal und Spanien starten das IberianQCI-Projekt zur Verbindung der Quantenkommunikationsinfrastruktur
2026-07-07 10:13
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de.wedoany.com-Bericht: Das von Indra Space geleitete Projekt für die Iberische Quantenkommunikationsinfrastruktur (IberianQCI) wurde offiziell gestartet, um den iberischen Teil des künftigen europäischen Quantenkommunikationsnetzes (EuroQCI) aufzubauen, hochsichere Verbindungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten zu gewährleisten und kritische Infrastrukturen sowie sensible Informationen zu schützen.

Das IberianQCI-Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und soll die nationalen Quantenkommunikationsinfrastrukturen Portugals und Spaniens verbinden, um ein vollständig mit der europäischen Architektur interoperables Gesamtnetz zu schaffen. Das Projekt ergänzt bestehende Arbeiten zu EuroQCI, der portugiesischen Quantenkommunikationsinfrastruktur (PTQCI) und dem von Portugal geleiteten Projekt DISCRETION, das die militärische Cybersicherheit stärken soll.

Das Projekt wird von der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) finanziert, von Portugal über Indra Space koordiniert und in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen, technologischen und industriellen Einrichtungen beider Länder durchgeführt. Zu den portugiesischen Partnern gehören Infraestruturas de Portugal, IP Telecom, Instituto de Telecomunicações, Altice Labs und Instituto Superior Técnico; auf spanischer Seite sind die Polytechnische Universität Madrid, Telefónica, der Spanische Nationale Forschungsrat (CSIC), das Institut für Photonische Wissenschaften Barcelona, das Galicische Supercomputing-Zentrum und die Universität Vigo beteiligt.

Die Entwicklung der Quantenkommunikation ist entscheidend für die Bewältigung der globalen Cybersicherheit angesichts der Fähigkeiten künftiger Quanten-Supercomputer. Diese Kommunikationssysteme ermöglichen eine extrem sichere und nahezu undurchdringliche Datenübertragung und werden so zum Rückgrat für den Schutz kritischer Infrastrukturen, Regierungsdaten und Finanzinstitute. Im Gegensatz zu herkömmlichen Netzen können Quantenverbindungen auf physikalischen Prinzipien basierende, nicht knackbare Verschlüsselungsschlüssel verteilen, wobei jeder Abhörversuch sofort erkannt wird.

IberianQCI verwendet eine hybride Architektur, die Boden- und Weltraumkomponenten kombiniert. Geplant ist die Einrichtung einer grenzüberschreitenden Verbindung zwischen Vigo und Valença, die Nutzung vertrauenswürdiger Knoten zur Stärkung der Konnektivität zwischen beiden Ländern und die Integration bestehender nationaler Netze. Die Weltraumkomponente umfasst drei optische Bodenstationen in Madrid, Barcelona und im Süden Portugals, die mit dem Bodensegment in Lissabon verbunden sind. Diese Bodenstationen können sicher mit dem Demonstrationssatelliten EAGLE-1 im niedrigen Erdorbit sowie der künftigen SAGA-Konstellation kommunizieren und so die Verteilung von Quantenschlüsseln auch zwischen Ländern ohne gemeinsame Grenze ermöglichen.

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