DigitalOcean erhält neunstellige jährliche KI-Cloud-Zusagen und erweitert Rechenzentrumskapazität um 20 Megawatt
2026-07-08 09:21
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de.wedoany.com-Bericht: Das US-amerikanische Cloud-Unternehmen DigitalOcean hat mehrere neunstellige jährliche Zusagen für KI-Inferenz und Cloud-Dienste erhalten und erweitert gleichzeitig seine zukünftige Rechenzentrumskapazität. Die entsprechenden Kundenverpflichtungen umfassen mehrjährige KI-Infrastruktur-Dienste, was die Transparenz der langfristigen Vertragseinnahmen des Unternehmens erhöht. Dies zeigt auch, dass sich der KI-Cloud-Markt von der reinen Jagd nach GPU-Ressourcen hin zur Sicherung langfristiger Rechenleistung, Softwareplattformen und unternehmensweiter KI-Anforderungen entwickelt.

Die unmittelbare Auswirkung dieser Zusagen ist eine höhere Planungssicherheit für die zukünftigen Einnahmen von DigitalOcean. Das Unternehmen erwartet, dass die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (Remaining Performance Obligations, RPO) im Vergleich zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025 um mehr als das Zehnfache auf über 800 Millionen US-Dollar steigen; die durchschnittliche Vertragslaufzeit wird sich von 1,6 Jahren auf über drei Jahre verlängern. Für KI-Cloud-Anbieter bedeuten langfristige Verträge, dass Kunden die Rechenleistung nicht nur kurzfristig testen, sondern Inferenz, Modellbereitstellung, Anwendungsausführung und Cloud-Dienstfähigkeiten in stabilere Geschäftspläne integrieren.

DigitalOcean positioniert sich zunehmend als KI-native Cloud-Plattform und nicht nur als GPU-Vermieter. Der Wettbewerb im Bereich der KI-Infrastruktur war in den letzten zwei Jahren intensiv; viele Unternehmen konzentrierten sich zunächst auf GPU-Modelle, Liefergeschwindigkeit und Mietpreise. Mit dem Übergang von KI-Anwendungen in die Produktionsumgebung legen Kunden jedoch mehr Wert auf Modellsteuerung, Inferenzkosten, Netzwerkleistung, Entwicklungserfahrung, Betriebsvereinfachung und langfristige Kapazitätsbereitstellung. Die von DigitalOcean eingeführten Softwarefunktionen wie der Inference Router zielen darauf ab, die Kosten, Leistung und Aufrufeffizienz zwischen verschiedenen proprietären und Open-Source-Modellen zu steuern und Kunden dabei zu helfen, den optimalen Inferenzpfad auszuwählen.

Physische Kapazität bleibt die Grundlage des KI-Cloud-Wettbewerbs. DigitalOcean hat seine zukünftige Rechenzentrumskapazität um 20 Megawatt aufgestockt, die voraussichtlich Ende 2027 bis Anfang 2028 in Betrieb gehen wird. Damit beläuft sich die bereits zugesagte Rechenzentrumskapazität auf rund 155 Megawatt. Die Nachfrage nach KI-Inferenz und Cloud-Diensten wächst rasant, doch der Bau von Rechenzentren, der Stromanschluss, Flüssigkeits- und Luftkühlungssysteme, die Netzwerkinfrastruktur und die Serverauslieferung erfordern lange Vorlaufzeiten. Nachdem Kunden mehrjährige Verpflichtungen eingegangen sind, müssen Cloud-Anbieter frühzeitig Rechenzentrumsflächen, Strom und Geräteressourcen sichern, um die Rechenleistung in den kommenden Jahren kontinuierlich bereitstellen zu können.

Dies zeigt auch, dass der Engpass bei der KI-Infrastruktur nicht mehr nur bei den GPUs liegt. Hochdichte KI-Cluster erfordern ein Zusammenspiel von stabiler Stromversorgung, Netzwerkarchitektur, Kühlsystemen, Rack-Platz, Betriebsteams und langfristigen Hosting-Vereinbarungen. DigitalOcean sucht weiterhin nach zusätzlicher Rechenzentrumskapazität, was widerspiegelt, dass KI-Cloud-Anbieter um Strom, Grundstücke, Kühlung, Verbindungsnetzwerke und langfristige Rechenzentrumsverträge konkurrieren. Wer die zukünftige Kapazität früher sichert, wird in der Lage sein, mehr Aufträge zu übernehmen, wenn Unternehmen ihre KI-Bereitstellungen ausweiten.

Auf finanzieller Ebene erwartet DigitalOcean für das zweite Quartal ein Umsatzwachstum von rund 29 % im Jahresvergleich. Die bereinigte EBITDA-Marge und der Non-GAAP-Gewinn pro Aktie dürften die obere Grenze der bisherigen Prognose erreichen oder übertreffen. Das Unternehmen geht zudem davon aus, dass die aktuelle Kundennachfrage die zuvor kommunizierte Erwartung für das Umsatzwachstum zum Jahresende 2026 verbessern wird. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen sind im Kern vertragliche Verpflichtungen und entsprechen nicht bereits realisierten Einnahmen, bieten aber eine klarere Grundlage für zukünftige Kapazitätserweiterungen, Beschaffungen und Kundenbelieferungen.

Der KI-Cloud-Markt tritt in eine Phase ein, in der die Lieferfähigkeit stärker im Vordergrund steht. Bei der Auswahl eines Anbieters bewerten Unternehmen nicht nur die Verfügbarkeit bestimmter GPUs, sondern auch die Inferenzplattform, Netzwerkleistung, das Modell-Ökosystem, Kostenkontrolle, Vertragsstabilität und den zukünftigen Kapazitätsfahrplan. Nachdem DigitalOcean neunstellige jährliche KI-Cloud-Zusagen erhalten und die Rechenzentrumskapazität um 20 Megawatt erweitert hat, wird sein KI-Infrastrukturgeschäft weiterhin auf Basis von Kundenverträgen, Inferenzsoftware und Rechenzentrumserweiterungen vorangetrieben.

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