Kanadisches Unternehmen Sato plant 100-MW-AI-Rechenzentrum in Bhutan
2026-07-08 09:56
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Das in Kanada ansässige ehemalige Kryptowährungs-Mining-Unternehmen Sato Technologies hat eine Absichtserklärung unterzeichnet, um in Bhutan ein 100-MW-AI-Rechenzentrum zu entwickeln.

Das Rechenzentrum soll in der Gelephu Mindfulness City (GMC) errichtet werden, einem etwa 2.600 Quadratkilometer großen Planungsgebiet, das rund fünf Prozent der Landesfläche Bhutans ausmacht. Die im Dezember 2023 angekündigte GMC verfügt über eigene Exekutiv-, Justiz- und Legislativbefugnisse und soll ausländische Unternehmen und Investitionen anziehen.

Konzeptbild der GMC

Laut Sato umfasst die erste Phase des Standorts eine anfängliche Entwicklungsgröße von 5 MW, mit der Möglichkeit einer Erweiterung auf bis zu 500 MW.

Das Rechenzentrum wird mit Wasserkraft aus Bhutan betrieben. Nahezu die gesamte Stromversorgung Bhutans stammt aus Wasserkraft. Nach Angaben der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (International Renewable Energy Agency) betrug die Stromerzeugung Bhutans im Jahr 2024 etwa 2,5 GW, was bedeutet, dass das Rechenzentrum bei einer maximalen Erweiterung bis zu 20 Prozent des Stroms des Landes verbrauchen könnte.

Sato gab an, dass diese Rechenleistung genutzt werde, um die Nachfrage des nahegelegenen südasiatischen Marktes nach „AI-Infrastruktur“ zu decken.

Sato und Bhutan haben beide tiefe Wurzeln im Bereich der Kryptowährungen. Sato wurde 2017 gegründet, früher als Canadian Computational Unlimited Corp, und bot zunächst Bitcoin-Mining-Hosting-Dienste an, bevor es sich der AI-Nachfrage zuwandte. In einem seiner 20-MW-Rechenzentren in Québec kam es im Juni 2024 zu einem Brand. Auch die bhutanische Regierung hatte zuvor darauf gesetzt, ihre Wasserkraftressourcen für das Bitcoin-Mining zu nutzen, und die gewonnenen Bitcoins als nationale Reserveanlage gehalten.

„Bhutan verfügt über reichlich Wasserkraftressourcen. Manchmal erzeugen wir mehr saubere Energie, als wir verbrauchen oder exportieren können“, heißt es auf der offiziellen Website der Gelephu Mindfulness City. „Anstatt diese wertvolle Ressource ungenutzt zu lassen, haben wir uns entschieden, durch verantwortungsvolles Bitcoin-Mining einen Teil des Überschusses in langfristige nationale Vermögenswerte umzuwandeln.“

Im August 2023 hatte der in Singapur ansässige Kryptowährungs-Miner Bitdeer in der Stadt Gedu ein 500 Millionen US-Dollar teures Mining-Rechenzentrum fertiggestellt, das Platz für 30.000 Mining-Maschinen bietet. Bhutan, ein von China und Indien umgebenes, Binnenstaat im Himalaya, ist derzeit kein bedeutender Rechenzentrums-Hub.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com