de.wedoany.com-Bericht: Der chilenische Doppelminister für öffentliche Arbeiten, Verkehr und Telekommunikation, Luis de Grange, hat in den Anlagen von AGUNSA in Lampa, Santiago, einen neuen multimodalen Logistiktest gestartet, der von Conecta Logística koordiniert wird. Durch die kombinierte Nutzung von Zügen und Lastkraftwagen sollen zwischen der Metropolregion und der Region Biobío Massenkonsumgüter transportiert werden, um effizientere, widerstandsfähigere und nachhaltigere Logistiklösungen für das Land zu fördern.
Planmäßig sollen auf der über 500 Kilometer langen Strecke verschiedene Güter wie Getränke, Lebensmittel und Zement transportiert werden. Die Container werden mit Elektro-Lkw von den Firmenanlagen zum Umschlagzentrum von AGUNSA gebracht, dann per Zug nach Talcahuano befördert und schließlich wieder auf Lkw für die letzte Meile verladen. Doppelminister Luis de Grange erklärte, dass die öffentlich-private Zusammenarbeit, die Züge und Lkw für den Gütertransport kombiniert, vollkommen machbar sei. Er hoffe, dass mehr Unternehmen diesen Paradigmenwechsel mitgehen und solche Initiativen weiter verstärken.
Die geschäftsführende Direktorin von Conecta Logística, Mabel Leiva, wies darauf hin, dass multimodaler Verkehr nicht eine Transportart durch eine andere ersetze, sondern die jeweiligen Stärken voll ausnutze. Züge und Lkw spielten in der Logistikkette unterschiedliche, aber komplementäre Rollen. Wenn sie koordiniert arbeiteten, könnten die verfügbaren Optionen erweitert und ein effizienterer und nachhaltigerer Gütertransport erreicht werden.
Der Generaldirektor von AGUNSA, Matías Lazo, erklärte, dies helfe, die Art des Gütertransports zwischen dem zentralen und südlichen Teil des Landes zu verändern. Solche Initiativen seien für das Wachstum von AGUNSA von entscheidender Bedeutung, da sie neue Kunden anziehen und das Geschäftsvolumen im Zentrum steigern könnten. Der Generaldirektor der Schifffahrtsunternehmensgruppe (GEN), Felipe Arriagada, betonte die Bedeutung der gemeinsamen Teilnahme an diesem Meilenstein mit AGUNSA, um die nationale Logistikentwicklung konkret voranzutreiben und Infrastruktur sowie Chancen zu schaffen. Er gab bekannt, dass GEN über seine verschiedenen Tochtergesellschaften an zahlreichen Projekten im Bereich Logistik und Gütertransport beteiligt sei, darunter Hafenbetriebe in den Regionen Valparaíso, Biobío und Los Lagos.
Dieser Betrieb erforderte die Koordination mehrerer Akteure in der Logistikkette. Der Straßentransport wurde von Sotraser mit einem Teil seiner Elektro-Lkw-Flotte durchgeführt; den Schienentransport übernahm FEPASA; den Güterumschlag zwischen den beiden Verkehrsträgern erledigten AGUNSA in Santiago und SITRANS in der Region Biobío. Der Vorsitzende der chilenischen Eisenbahngesellschaft, Jorge Claude, erklärte, die Schiene könne auf längeren Strecken eine Schlüsselrolle spielen und zur Logistikkette beitragen, indem sie den Straßentransport ergänze. Solche Initiativen trügen dazu bei, den Aufbau eines stärker integrierten Logistiknetzwerks voranzutreiben.
Zu den an diesem Test beteiligten Unternehmen gehören CCU, die Falabella-Gruppe, ICB, Melón, Viña Concha y Toro und Pentacrom. Diese Unternehmen stellen verschiedene Güterarten zur Verfügung, darunter Lebensmittel, Getränke, Wein, Einzelhandelsprodukte, Keramik und Baumaterialien, um die Anpassungsfähigkeit des multimodalen Modells an unterschiedliche Betriebsanforderungen zu bewerten. Eines der wichtigsten erwarteten Ergebnisse dieses Tests ist die Gewinnung technischer und betrieblicher Informationen, die zur Entwicklung zukünftiger multimodaler Lösungen beitragen. Zu diesem Zweck wird das Zentrum für fortschrittlichen Transport, Logistik und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit (CATLEC) den Betrieb per GPS und Telemetrie überwachen und die mit dem Gütertransport verbundenen Emissionsminderungen bewerten.
Dieser Test knüpft an ein Pilotprojekt aus dem Jahr 2024 zwischen Santiago und Temuco an, bei dem 32.000 Liter Getränke per multimodaler Schiene transportiert wurden – der erste derartige Betrieb seit über 15 Jahren, der wertvolle Erfahrungen für die Entwicklung regelmäßiger Dienste lieferte.










