Bayer gliedert US-Glyphosatgeschäft im Wert von 2,4 Milliarden Dollar in neue Einheit Ruveon aus
2026-07-08 10:39
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de.wedoany.com-Bericht: Bayer gliedert sein US-Glyphosatgeschäft (einschließlich der Marke Roundup) in eine neue unabhängige Einheit namens Ruveon aus, mit Hauptsitz in St. Louis, Missouri. Das Unternehmen gab diesen Schritt am 1. Juli bekannt und fasst Preisgestaltung, Marktstrategie, Produktion und Logistik des US-Glyphosatgeschäfts in einer einzigen Geschäftseinheit zusammen, die weiterhin zum Bayer-Konzern gehört.

Diese Umstrukturierung ist eine Umsetzungsmaßnahme im Rahmen des „Fünf-Jahres-Plans" des Geschäftsbereichs Crop Science, mit dem Bayer sein Geschäft im wettbewerbsintensiven Pflanzenschutzmarkt fokussieren und die Rentabilität steigern möchte. Im Jahr 2024 erwirtschaftete Glyphosat für Bayer einen Umsatz von rund 2,4 Milliarden US-Dollar. Ruveon wird von Alfonso Alba Ordóñez, der seit 30 Jahren bei Bayer tätig ist, als Chief Executive Officer und von Steve Knodle als Executive Vice President des Commercial Business geführt.

Brian Naber, Leiter von Crop Science bei Bayer für Nordamerika, Australien und Neuseeland, erklärte, das Unternehmen mache einen wichtigen Schritt in Richtung des „Fünf-Jahres-Plans". Bayer positioniert Ruveon als einen agileren Akteur in einem Rohstoffmarkt, der mit Klagen, regulatorischen Prüfungen und dem Wettbewerb durch Generika-Glyphosat-Anbieter konfrontiert ist.

Die Umstrukturierung erfolgt eine Woche, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA mit 7 zu 2 Stimmen zugunsten von Bayer entschieden hatte und feststellte, dass das Bundesgesetz über Pestizide den bundesstaatlichen Ansprüchen auf unzureichende Warnhinweise für Roundup-Produkte vorgeht. Gleichzeitig haben Bayer und Ruveon beim US-Handelsministerium, der US-Internationalen Handelskommission und dem US-Gericht für internationalen Handel Anträge auf die Erhebung von Anti-Dumping- und Ausgleichszöllen auf chinesisches Glyphosat gestellt und behaupten, die Dumpingmarge liege bei etwa 69 % bis über 446 %. Dieser Antrag ist bereits auf Widerstand einiger landwirtschaftlicher Verbände gestoßen.

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