de.wedoany.com-Bericht: Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben den Spatenstich für das Ausbauprojekt MehrSpur Zürich–Winterthur gefeiert, dessen Kernstück der 9 Kilometer lange Brüttener Tunnel ist – eine Aufwertung eines 30 Kilometer langen Korridors. Der Schweizer Bundesrat und Verkehrsminister Albert Rösti, der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom sowie SBB-CEO Vincent Ducrot nahmen an der Zeremonie in Bassersdorf teil, das zur wichtigsten Baustelle wird. Das Projekt steigert die Streckenkapazität auf 900 Züge pro Tag und bedient über 150'000 Fahrgäste. Die Finanzierung erfolgt aus dem Infrastrukturfonds der Bundesbahnen in Höhe von insgesamt 3,3 Milliarden Schweizer Franken (rund 3,53 Milliarden Euro).
Das MehrSpur-Projekt fügt auf der 30 Kilometer langen Achse Zürich–Winterthur ein viertes Gleis hinzu und baut unterhalb des Brüttener Gebiets einen 9 Kilometer langen, zweiröhrigen Einspurtunnel. Neben dem Tunnel umfassen die Pläne die umfassende Modernisierung der Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss sowie den Ausbau der Zu- und Abgangsinfrastruktur. Die tägliche Gesamtkapazität steigt um 30 Prozent und ermöglicht gleichzeitig Pendler-, Fern- und Güterverkehr. Der Tunnelvortrieb beginnt 2029, die Inbetriebnahme erfolgt abschnittsweise von 2028 bis 2037, der gesamte Korridor soll 2037 vollständig in Betrieb gehen.
Der Projektvertrag trägt den Namen MehrSpur Zürich–Winterthur (Vierspurausbau mit Brüttener Tunnel) und hat einen Gesamtwert von 3,3 Milliarden Schweizer Franken (3,53 Milliarden Euro). Beteiligte sind die SBB (Projektleitung), die Schweizerische Eidgenossenschaft und der Kanton Zürich. Zeitplan: Tunnelvortrieb ab 2029, abschnittsweise Bahnhofsarbeiten von 2028 bis 2037, Inbetriebnahme des gesamten Korridors 2037 (konkrete Daten noch nicht bestätigt).
Im Vergleich zu ähnlichen Projekten liegen derzeit keine öffentlich vergleichbaren Daten zu unabhängigen Schweizer Eisenbahntunnelprojekten vor. Der Brüttener Tunnel ist eines der Flaggschiffprojekte des strategischen Entwicklungsprogramms (STEP) 2035 der SBB, das Investitionen von über 13 Milliarden Schweizer Franken in die landesweite Bahnkapazität vorsieht (Quelle: SBB, 2023). Die Aufwertung des Korridors Zürich–Winterthur entspricht dem Schweizer Trend zu S-Bahn-Investitionen im Jahr 2025, wobei sich der Fokus der Mittel zunehmend auf Dekarbonisierung und intelligente Analysen verlagert, um Ressourcenverbrauch und Betriebsemissionen zu reduzieren (Quelle: Branchenmarktanalyse, 2025).
Das MehrSpur-Projekt beseitigt den grössten Einzelengpass auf der Schweizer Ost-West-Hauptachse und verbindet den wirtschaftlichen Motor des Landes direkt mit dem nationalen Schienennetz. Durch die Schaffung einer Umfahrungsstrecke für das Kernstück des S-Bahn-Systems und die Festlegung eines 15-Minuten-Takts als Basis erhöhen die SBB nicht nur die Kapazität, sondern gestalten den Fahrplan für die nächsten drei Jahrzehnte neu. Die Schweizer Personenverkehrsnachfrage wird bis 2040 voraussichtlich um 30 Prozent steigen (Quelle: Bundesamt für Verkehr, 2024). Diese Investition sichert die Vorteile einer Neuausrichtung der Verkehrspolitik des Landes. Während der Bauphase führen die SBB nächtliche Installationsarbeiten durch, um den Grossteil des Tagesverkehrs aufrechtzuerhalten. Vorübergehende Fahrplananpassungen der Zürcher S-Bahn-Linien beginnen im Dezember 2026, begleitet von Massnahmen zur Minderung von Lärm, Erschütterungen und Auswirkungen auf die Gemeinden. Nach Abschluss des Projekts kann die Strecke täglich 900 Züge bewältigen, die Kapazität steigt um 30 Prozent, täglich werden über 150'000 Fahrgäste befördert, und auf diesem stark frequentierten Korridor werden zusätzliche Güterverkehrslinien ermöglicht.






