de.wedoany.com-Bericht: Mit dem Ende des ersten Halbjahres hat der brasilianische Verband der Automobilhersteller (Anfavea) seine Jahresprognose angepasst und zeigt damit die unterschiedlichen Entwicklungstrends auf dem Markt für leichte Fahrzeuge und schwere Lkw auf. Der Verband erwartet, dass der Markt für leichte Fahrzeuge um 13% auf 2,88 Millionen Einheiten wachsen wird; die Verkäufe von schweren Lkw hingegen sollen um 6% zurückgehen, mit 129.200 ausgelieferten Lkw und Bussen. Zu Jahresbeginn hatte der Verband noch einen leichten Rückgang der Lkw-Verkäufe um 0,5% auf 136.800 Einheiten prognostiziert.

Im ersten Halbjahr entsprach die Entwicklung der schweren Lkw den Erwartungen von Anfavea seit der Einführung des Programms „Move Brasil“ im Januar, insbesondere nach der Bekanntgabe der zweiten Phase des Programms. Igor Calvet, Präsident von Anfavea, erklärte am Dienstag (7.) bei der Vorstellung der Branchenergebnisse, dass das Programm entscheidend sei, um den anhaltenden Rückgang der schweren Lkw seit dem Vorjahr abzumildern. Obwohl es sehr beliebt sei, habe es die Wende nicht herbeiführen können; für dieses Segment werde es ein weiteres Jahr mit negativem Wachstum sein.
Die Daten zeigen die belebende Wirkung des Programms „Move Brasil“ in den letzten Monaten, insbesondere im Lkw-Bereich. Während die Verkäufe zu Jahresbeginn um 31,5% zurückgingen, stiegen sie im Juni um 14,1% auf 9.800 Einheiten, verglichen mit 8.500 Einheiten im Vorjahreszeitraum. Trotz der positiven monatlichen Vergleichszahlen liegen die kumulierten Verkäufe immer noch unter denen des Vorjahres. Im ersten Halbjahr gingen die Lkw-Zulassungen um 10,5% zurück, insgesamt wurden 49.000 Einheiten verkauft, während der Markt im Vorjahreszeitraum 54.700 Einheiten aufnahm.

Calvet wies darauf hin, dass die Mittel von „Move Brasil“ bis auf die für Einzelfahrer bestimmten Gelder aufgebraucht seien. Das Kaufverhalten von Einzelfahrern sei anders und langsamer, was in den nächsten zwei bis drei Monaten für ein besseres Zulassungstempo sorgen sollte. Gleichzeitig betonte er, dass das Ende des Programms die Schwierigkeiten im Segment der schweren Lkw nicht beseitigt habe, wie fallende Rohstoffpreise, hohe Zinssätze, Kreditbeschränkungen und steigende Betriebskosten. Diese Faktoren machten die Aussichten unsicher und verzögerten die Nachfrage nach Neufahrzeugen.










