de.wedoany.com-Bericht: Der portugiesische Logistikimmobilienentwickler Qantara Capital hat kürzlich bekannt gegeben, 468 Millionen Euro in den Bau des Atlantik-Europa-Logistikparks (GLPEA) in Grândola zu investieren. Das Projekt positioniert sich als neues multimodales Tor, das Europa mit der atlantischen Handelsachse verbindet, und zielt darauf ab, der aktuellen Knappheit an großflächigen Logistik- und Lagerflächen in Portugal entgegenzuwirken. Es handelt sich um eine multimodale neue Drehscheibe.

Der Standort des Parks befindet sich in der Stadt Grândola, 50 km vom Hafen Sines, 64 km von Setúbal und 100 km von Lissabon entfernt. Er liegt in unmittelbarer Nähe zur IC1-Straße und zur südlichen Eisenbahnlinie, nur 8 km von der Autobahn A2 entfernt. Das Gesamtprojekt umfasst eine Fläche von 1,3 Millionen Quadratmetern, mit einer geplanten Baufläche von 635.000 Quadratmetern. Dazu gehört ein Containerlager- und Frachteisenbahnterminal auf einer Fläche von 23.000 Quadratmetern. Der Park wird in Phasen nach dem „Build-to-Suit"-Modell entwickelt und auf Basis langfristiger Mietverträge betrieben.
Hadrien Fraissinet, CEO von Qantara Capital, erklärte, dass GLPEA eine strategische Plattform von iberischem Ausmaß sei, die direkt auf die Knappheit großer Logistikflächen in Portugal reagiere und ein Schlüsselfaktor zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes sei. Diese multimodale Infrastruktur, die den Hafen Sines mit den wichtigsten europäischen Verkehrsnetzen verbindet, werde ein bedeutendes Tor für den internationalen Handel öffnen.
Es wird erwartet, dass das Projekt nach Fertigstellung täglich etwa 1.000 Nutzer beherbergen kann, was erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die Stadt Grândola haben wird. Die Planung umfasst auch eine gemischt genutzte Fläche für lokale Gewerbe, öffentliche Erholungs- und Sportbereiche sowie die Spende eines Gebäudes für kommunale oder soziale Dienste. David Claudino, Geschäftsführer von GLPEA, betonte, dass das „Build-to-Suit"-Entwicklungsmodell ein gezieltes und nachhaltiges Wachstum des Parks gewährleiste. Durch die Integration mit der Stadt würden hochwertige und stabile Arbeitsplätze geschaffen und der Gemeinde öffentliche und soziale Dienstleistungseinrichtungen zurückgegeben.

Im Bereich der Nachhaltigkeit ist das Projekt verpflichtet, dass alle Gebäude eine Nachhaltigkeitszertifizierung erhalten. Das Energiesystem nutzt erneuerbare Energien über Solarzellen auf Dächern und Parkplätzen und wendet eine datenbasierte Methode des Energiemanagements an. Die Wasserversorgung erfolgt durch die Águas do Alentejo, und der Park betreibt eine eigene Kläranlage, die das aufbereitete Wasser für Bewässerung und nicht trinkbare Zwecke wiederverwendet. Zum Schutz des lokalen Ökosystems werden 410.000 Quadratmeter Grünfläche erhalten, darunter die Pflege von 19 Hektar natürlicher Vegetation und Korkeichenwäldern. Für geschützte Arten sind verbindliche Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen.
Das Projekt hat seit Februar 2025 eine verfahrensrechtliche Genehmigung unter Auflagen erhalten; die öffentliche Konsultation zur Umweltverträglichkeitsprüfung endete am 2. Juli. Der Entwickler erwartet, dass die Infrastrukturarbeiten unmittelbar nach der Genehmigung des detaillierten Plans durch den Stadtrat sowie dem Erhalt der Umweltverträglichkeitserklärung und der endgültigen Baugenehmigung beginnen.










