NVIDIA enthüllt Details zum Rosa-CPU-Kern und plant Markteinführung 2028
2026-07-09 14:55
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de.wedoany.com-Bericht: Am 7. Juli gab NVIDIA in seinem offiziellen Blog einige zentrale technische Details zur nächsten Generation der Datenzentrum-CPU „Rosa“ bekannt. Die CPU soll 2028 zusammen mit der Feynman-GPU auf den Markt kommen und einen neuen, selbst entwickelten Kern mit dem Codenamen „Rigel“ verwenden, der auf der Arm-v9.2-Befehlssatzarchitektur basiert. Bei gleichbleibender Chip-Fläche soll die Single-Core-Leistung weiter gesteigert werden.

Die Rosa-CPU ist nach der US-amerikanischen Nobelpreisträgerin für Physik, Rosalyn Sussman Yalow, benannt und stellt die dritte Generation der NVIDIA-Datenzentrum-CPU-Roadmap dar. Sie ist speziell für Workloads der „Agentic AI“ (agentische KI) optimiert. NVIDIA betont, dass die CPU während des gesamten Prozesses der Erstellung und Bereitstellung von Agentensystemen auf dem kritischen Pfad für Inferenz, Reaktionszeit und Lernen liegt. Die CPU ist für die Ausführung der von KI-Modellen zugewiesenen Aufgaben verantwortlich, darunter Tool-Aufrufe, Codeausführung, Datenverarbeitung, KV-Caching und Ergebnisanalyse. Für Agenten in KI-Fabriken ist Geschwindigkeit entscheidend: Je schneller die CPU ein Tool ausführt, desto schneller kann der Agent die aktuelle Aufgabe erledigen.

Für KI-Fabriken ist die GPU-Auslastung die wertvollste Ressource im Rechenzentrum. Jede Wartezeit auf die Fertigstellung einer Aufgabe schmälert die Rentabilität der KI-Fabrik und, schlimmer noch, beeinträchtigt die Auslastung der GPUs, die auf die CPU warten. KI-Fabriken benötigen CPUs mit extrem hoher Single-Thread-Leistung, um die Rentabilität und die Agentenleistung zu maximieren. NVIDIA gab bekannt, dass die nächste Generation der Rosa-CPU für agentische KI mit dem selbst entwickelten Rigel-Kern ausgestattet sein wird. Dieser Kern basiert auf dem Arm-v9.2-Befehlssatz und soll bei gleicher Chipgröße eine bessere Single-Core-Leistung bieten als der „Olympus“-Kern der Vera-CPU. Zu den wichtigsten Verbesserungen gehören eine effizientere Befehlsübermittlung, ein größerer L2-Cache und ein effizienteres Speichermanagement.

NVIDIA hat die genaue Anzahl der Kerne und den IPC-Leistungszuwachs der Rosa-CPU noch nicht bekannt gegeben, aber externe Schätzungen gehen von 128 oder mehr Kernen und einem IPC-Anstieg von über 50 % aus. Zum Vergleich: Die aktuelle Vera-CPU verfügt über 88 Olympus-Kerne, deren Single-Core-IPC im Vergleich zur vorherigen Grace-CPU um etwa 50 % gesteigert wurde, und der Gesamtdurchsatz erreicht das Doppelte der Grace-CPU.

Im Gegensatz zu Mainstream-x86-Server-CPUs, die auf Multi-Chip-Ansätze (Chiplets) setzen, basiert die NVIDIA-Vera-CPU auf einem monolithischen Rechen-Die. Mit einer Interconnect-Bandbreite von 3,4 TB/s zwischen den Kernen (dreimal so hoch wie bei jeder anderen Datenzentrum-CPU) wird sichergestellt, dass aktive Kerne kontinuierlich mit Daten versorgt werden und die Datenbewegung vorhersagbar bleibt. Es wird erwartet, dass die Rosa-CPU dieses Design beibehält. Analysten zufolge beschleunigt NVIDIA mit dem selbst entwickelten Rigel-CPU-Kern die Abkehr von den Standard-IPs von Arm und erreicht so Autonomie auf Mikroarchitekturebene. Die Rosa-CPU kann über NVLink-C2C eine extrem latenzarme Verbindung mit der gleichzeitigen Feynman-GPU herstellen und so tief integrierte heterogene Rechenknoten bilden – eine ökologische Barriere, die kein Drittanbieter von CPUs replizieren kann.

Laut NVIDIAs Planung soll die Datenzentrum-Plattform Rosa CPU + Feynman GPU im Jahr 2028 auf den Markt kommen. Eine Version für den Verbraucher-PC, Rosa Feynman Spark, ist für das Jahr 20230 geplant.

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