de.wedoany.com-Bericht: Das globale Beratungsunternehmen für erneuerbare Energien OWC hat über seine Tochtergesellschaft GoBe Consultants eine Absichtserklärung mit APEM unterzeichnet, um gemeinsam integrierte technische Lösungen für die Stilllegung von Offshore-Windparks im Vereinigten Königreich anzubieten.

Gemäß der Vereinbarung werden OWC und APEM projektbezogen zusammenarbeiten, um britischen Betreibern zu helfen, Risiken zu minimieren, Stilllegungspläne zu erstellen und die entsprechenden Arbeiten mit Zuversicht durchzuführen. Die Erfahrungen von OWC im Bereich Offshore-Windtechnik, Projektmanagement und Umweltberatung ergänzen die Fachkenntnisse von APEM in Umweltverträglichkeitsprüfungen, Genehmigungsverfahren und regulatorischer Compliance.
Diese Partnerschaft kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die britische Offshore-Windindustrie. Es wird erwartet, dass bis Anfang bis Mitte der 2030er Jahre rund 5 GW Offshore-Windkapazität im Land nach und nach ihre geplante Lebensdauer erreichen werden. Die Anlagenbetreiber müssen dann zwischen Repowering und Stilllegung wählen. Davon sollen rund 1 GW der RD1-Kapazität ab 2026–2027 in den Stilllegungsprozess eintreten, wobei der Höhepunkt der Stilllegungsaktivitäten voraussichtlich zwischen 2032 und 2034 liegen wird.
Cliff Pullen, Leiter des Asset Managements bei OWC, wies darauf hin, dass die Stilllegung von Offshore-Windparks der unvermeidliche nächste Schritt in der britischen Energiewende sei. Neben dem beschleunigten Ausbau müsse man sich auch damit auseinandersetzen, wie die erste Generation von Anlagen sicher und wirtschaftlich entsorgt werden könne. Stilllegung sei ein nicht-produktiver Aufwand; die korrekte Durchführung betreffe nicht nur die Interessen der Anlagenbetreiber, sondern auch die Glaubwürdigkeit der gesamten Branche. Nikki Young, stellvertretende Direktorin von GoBe Consultants, ergänzte, dass die Stilllegung schnell zu einem Branchenschwerpunkt werde. Sie sei weit mehr als der Abschluss des Projektlebenszyklus und erfordere ebenso viel strategische Planung, Umweltabwägungen und technische Integrationsfähigkeit wie die vorherige Entwicklungsphase.






