RAG Austria und ANDRITZ bauen 12,5-MW-Grünwasserstoffanlage in Österreich
2026-07-10 14:58
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de.wedoany.com-Bericht: Nach der Grundsteinlegung haben RAG Austria (RAG Österreich) und ANDRITZ offiziell mit dem Bau einer 12,5-MW-Grünwasserstoffanlage in Gampern, Oberösterreich, begonnen. Nach Fertigstellung wird sie die größte Grünwasserstoffanlage Österreichs sein.

Die Anlage soll Ende 2026 in Betrieb gehen und hauptsächlich mit Solarenergie betrieben werden. Voraussichtlich können damit jährlich rund 17 Millionen Kubikmeter (über 1.500 Tonnen) grüner Wasserstoff produziert werden. Ziel des Projekts ist es, überschüssigen erneuerbaren Strom aus dem Sommer zu speichern, um die Energieversorgung in der winterlichen Spitzenbedarfszeit zu decken, die Energiesicherheit durch großflächige saisonale Speicherung zu erhöhen und Industrieanwendungen kontinuierlich mit grünem Wasserstoff zu versorgen.

Der produzierte Wasserstoff kann zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden und so schrittweise Erdgas ersetzen. ANDRITZ übernimmt die schlüsselfertige Lieferung der gesamten Anlage im EPC-Modell (Engineering, Procurement and Construction), einschließlich Projektabwicklung und Inbetriebnahme. Der Lieferumfang umfasst Wasserstoffreinigungs- und -kompressionssysteme.

Mehrere österreichische Energieversorger, darunter EVN, KELAG, Energie, LINZ und Salzburg, haben sich bereits Elektrolysekapazitäten an diesem Standort gesichert.

Markus Mitteregger, CEO von RAG Austria, betonte, dass Europa angesichts der wachsenden Nachfrage nach grünem Wasserstoff in Industrie sowie Wärme- und Stromerzeugung, insbesondere im Winter, sofort mit der Eigenproduktion von Wasserstoff beginnen und verfügbaren Überschussstrom kontinuierlich nutzen müsse. Er unterstrich, dass künftig etwa die Hälfte des Bedarfs innerhalb Europas gedeckt werden müsse, weshalb Handeln unerlässlich sei.

Die Anlage ist Teil des sich in Gampern entwickelnden RAG Valley Energy Hub, der die gesamte Wertschöpfungskette abbildet: lokale Solarstromerzeugung, Umwandlung in Wasserstoff, unterirdische Speicherung und Nutzung in Kraft-Wärme-Kopplung oder Beimischung ins bestehende Erdgasnetz. Die österreichische Regierung hat den enormen saisonalen Speicherbedarf für 2030 und 2040 klar benannt und auf die Notwendigkeit solcher Anlagen zur Unterstützung der nationalen Energiewende hingewiesen.

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