Boone investiert über 12 Millionen US-Dollar in die Modernisierung der Wasserversorgung, um den Bedarf einer Molkerei zu decken
2026-07-11 10:16
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de.wedoany.com-Bericht: Die zentral in Iowa gelegene Stadt Boone plant, einen neuen Brunnen zu bohren, um sicherzustellen, dass der Nitratgehalt im örtlichen Leitungswasser auch nach der Inbetriebnahme einer Molkereiverarbeitungsanlage unter den bundesstaatlichen Trinkwasserstandards bleibt.

Wasserturm in ländlicher Umgebung mit der Aufschrift BOONE, umgeben von Bäumen und klarem Himmel

Die Stadt hat einen Umweltverträglichkeitsbericht für das Darlehensprogramm des Clean Water State Revolving Fund veröffentlicht. Der Bericht stellt fest, dass die Errichtung der Produktionsanlage von Daisy Brand im Osten von Boone die operative Flexibilität der Stadt bei der Kontrolle der Nitratkonzentrationen über das bestehende System erheblich einschränken wird. Im Mai 2025 hatte der Hersteller von Sauerrahm und Quark, Daisy Brand, in Boone den Grundstein für eine 75.000 Quadratmeter große Fabrik gelegt. Gemäß den Anreizen der Iowa Economic Development Authority erhielt Daisy Brand direkte Finanzhilfen in Höhe von 7 Millionen US-Dollar sowie Steuervergünstigungen. Das Unternehmen gab an, dass die Anlage Investitionen in Höhe von 626,5 Millionen US-Dollar vorsieht und 2028 in Betrieb gehen soll, wobei über 250 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Boone bezieht sein Wasser derzeit aus flachen Brunnen entlang des Des Moines River. Das Wasserwerk steuert die Nitratkonzentration durch rotierende Brunnenentnahmen, um das „Rohwasser" zu mischen und es unter dem von der US-Umweltschutzbehörde (EPA) festgelegten Höchstwert von 10 mg/l für Trinkwasser zu halten. Allerdings verfügt die Stadt über kein spezielles Nitratentfernungssystem. Der Bericht weist darauf hin, dass die Nitratwerte im Des Moines River einen steigenden Trend aufweisen, was es für die Stadt schwieriger macht, die Wasserqualitätsstandards bei gleichzeitiger Deckung des Wasserbedarfs einzuhalten.

Um die Versorgung der Daisy Brand-Anlage mit aufbereitetem Wasser (geplant ab 2028) zu gewährleisten, plant die Stadt, die Servicepumpen zu modernisieren und das Natriumhypochlorit-Dosiersystem zu erweitern. Derzeit beträgt die tägliche Speicherkapazität von Boone 4,3 Millionen Gallonen, aber der durchschnittliche tägliche Bedarf wird bis 2044 voraussichtlich auf 4,8 Millionen Gallonen steigen. Der Bericht empfiehlt, die Speicherkapazität auf 5,1 Millionen Gallonen zu erhöhen. Darüber hinaus wird der schnelle Wasserbedarf der Daisy Brand-Anlage das Verteilungssystem stark belasten, weshalb die Stadt den Bau eines neuen Hochbehälters plant.

Laut dem Kapitalverbesserungsplan von Boone für das Haushaltsjahr 2026 werden die Kosten für den neuen Wasserturm auf 4,14 Millionen US-Dollar und die Kosten für den neuen Brunnen auf 3,8 Millionen US-Dollar geschätzt. Der Wasserturm soll in der Nähe der Daisy Brand-Anlage errichtet und mit Rührwerken ausgestattet werden, um die Wasserqualität zu verbessern und den zukünftigen durchschnittlichen täglichen Wasserbedarf zu decken. Die geschätzten Gesamtkosten für weitere Modernisierungen der Wasseraufbereitungs- und Speicheranlagen belaufen sich bis 2030 auf über 12 Millionen US-Dollar. Die Finanzierung erfolgt aus Zuschüssen, Wassergebührenanleihen und Darlehen des Clean Water State Revolving Fund.

Der neue Brunnen wird in einem Gebiet mit historisch niedrigen Nitratkonzentrationen gebohrt, was der Stadt mehr Flexibilität beim Mischen des Rohwassers verschaffen soll. Der Bericht empfiehlt, dass die Stadt angesichts möglicherweise erhöhter Nitratwerte im Rohwasser weitere Alternativen zur Nitratbehandlung prüfen sollte. Stadtratsmitglieder erklärten auf einer Sitzung am 6. Juli, dass entsprechende Optionen in Betracht gezogen würden, darunter ein biologisches Behandlungssystem, das Nitrate im Wasser in Stickstoff umwandelt, jedoch seien solche Systeme kostspielig.

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