GEA betreibt Pilotanlage in Deutschland zur Beschleunigung der Bioproduktion im großen Maßstab
2026-07-12 09:46
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de.wedoany.com-Bericht: GEA betreibt gemeinsam mit Partnern wie der Biotechnology Fermentation Factory und Solar Foods in Sahrstedt, Deutschland, eine Pilotanlage zur Prozessprüfung. Diese Infrastruktur nutzt Bioreaktoren und Trennsysteme, um die Skalierung von Präzisionsfermentations- und Zellkulturprozessen in den Bereichen Lebensmittel, Futtermittel und Gesundheitswesen zu unterstützen.

Pilotinfrastruktur beschleunigt die Skalierung der Bioproduktion

Die Pilotanlage dient hauptsächlich der Präzisionsfermentation und Bioproduktion in den Bereichen alternative Proteine, Lebensmittelzutaten und Gesundheitswesen, insbesondere der skalierbaren Herstellung funktioneller Inhaltsstoffe wie Enzyme, Aminosäuren, Vitamine und nicht-tierische Proteine. Durch die Erprobung von Prozessen im mittleren Maßstab können Betreiber vor dem Bau einer vollständigen industriellen Großanlage die Prozessstabilität, die Vorhersagbarkeit der Ausbeute und die Gesamtproduktionseffizienz quantitativ bewerten.

Die zentrale Herausforderung bei der Skalierung in der Bioproduktion besteht darin, dass im Labor validierte Zelllinien und Organismen beim Transfer in größere Volumina oft unvorhersehbares biologisches und mechanisches Verhalten zeigen. GEA steuert in dieser Zusammenarbeit die technische Architektur und Prozessausrüstung bei, während Partner wie die Biotechnology Fermentation Factory und Solar Foods offene Pilotkapazitäten und industrielles Demonstrations-Know-how entlang der Wertschöpfungskette einbringen. Die Kooperation integriert die einzelnen Prozessschritte der gesamten Wertschöpfungskette in einen kontinuierlichen, betriebsfähigen Rahmen, der Maschinenbau mit biotechnologischer Prozessskalierung verbindet.

Das technische Konzept umfasst ein integriertes Technologiezentrum mit Bioreaktoren im Volumen von 50 bis 500 Litern. GEA ist für das Design und die Bereitstellung der Kernhardware verantwortlich, einschließlich Bioreaktoren, Medienaufbereitungssysteme, Filtereinheiten und industrieller Automatisierungstechnik. Die Industriepartner nutzen diese Hardware zur Validierung biologischer Parameter und Betriebslogiken. Das System misst unter simulierten industriellen Bedingungen präzise die Produktqualität und biologische Stabilität, indem es in allen vernetzten Upstream- und Downstream-Modulen eine sterile, kontrollierte hygienische Umgebung aufrechterhält.

Pilotinfrastruktur beschleunigt die Skalierung der Bioproduktion

Die Testanlage ist am GEA-Engineering-Standort in Sahrstedt, Deutschland, angesiedelt, nachdem zuvor 4 Millionen Euro in die Umrüstung bestehender Einrichtungen investiert wurden. In der Umsetzungsphase werden 40 Pilottechnologie-Experten mit 200 bestehenden Standortmitarbeitern integriert, die auf Flüssigkeitshandhabung und Automatisierung spezialisiert sind. Diese physische Integration ermöglicht die Zusammenarbeit von Pilotversuchen mit bestehenden Engineering- und Industrieanlagen-Designteams am selben Standort und schafft einen kontinuierlichen Entwicklungspfad von 50-Liter-Versuchsansätzen bis hin zu vollständigen kommerziellen Produktionsanlagen.

Durch die Erprobung von Bioproduktionsprozessen in dieser integrierten Pilotinfrastruktur können Unternehmen quantitative Daten zur Prozesskonsistenz und zu Betriebskostenstrukturen gewinnen. Die frühzeitige Identifizierung instabiler Zellkulturen oder ineffizienter Ausbeuten im Entwicklungszyklus kann Kapitalausgaben für nicht realisierbare kommerzielle Anlagen vermeiden. Klaus Stojentin, CEO der GEA Nutrition Plant Engineering Division, erklärte, dass die Integration von Pilotinfrastruktur und technischem Know-how Unternehmen eine faktenbasierte Grundlage für spätere industrielle Anwendungsentscheidungen biete. Frederieke Reiners, Vice President New Food and Biotech bei GEA, wies darauf hin, dass die frühzeitige Prozessvalidierung die Betriebsstabilität und wirtschaftliche Machbarkeit bestimme und die Kapitalallokation in der Skalierungsphase optimieren könne.

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