Peruanischer Bergbauingenieurverband schlägt Verkürzung der Genehmigungszeit auf drei Jahre vor
2026-07-12 09:52
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de.wedoany.com-Bericht: Juan Carlos Ortiz, Präsident des Peruanischen Bergbauingenieurverbands (IIMP), schlug vor, durch eine Verwaltungsreform mit paralleler Genehmigung von Bergbauprojekten die Genehmigungszeit von sieben auf etwa drei Jahre zu verkürzen und so die Wettbewerbsfähigkeit Perus als Ziel für Bergbauinvestitionen zu stärken.

Ortiz erklärte in seiner Abschlussrede der Veranstaltung „WMC 2026: Strategische Schlussfolgerungen für die peruanische Bergbauagenda", dass eine der Hauptaufgaben der nächsten Regierung darin bestehe, die derzeitigen Verwaltungsverfahren zu überprüfen, die die Entwicklung neuer Bergbauprojekte verzögern. Er betonte, dass er sich eine wirtschaftsfreundliche neue Regierung wünsche, die den derzeitigen Zustand, der zu einem Rückgang der nationalen Wettbewerbsfähigkeit führe, neu bewerten solle.

Ortiz erläuterte, dass das derzeitige Bewertungsmodell einen sequenziellen Prozess verwende, bei dem Unternehmen eine Genehmigung einholen müssten, bevor sie mit der nächsten beginnen könnten, was sich über Jahre hinziehen könne. Er warnte zudem, dass Einwände in späteren Genehmigungsphasen Unternehmen dazu zwingen könnten, bereits vor fünf Jahren abgeschlossene Verfahren erneut zu durchlaufen.

Er schlug die Wiedereinführung des parallelen Bewertungsmodells vor, bei dem mehrere nationale Behörden gleichzeitig dieselbe Akte prüfen – ein Modell, das bereits in Bergbauregionen wie Brasilien, Kanada, Chile und Australien angewendet werde. Ortiz ist der Ansicht, dass dieser Mechanismus die Genehmigungszeit „problemlos um die Hälfte verkürzen" und Peru bei der Genehmigung von Bergbauprojekten näher an internationale Standards heranführen könne.

Als Teil der Reform schlug Ortiz die Integration eines echten digitalen Single Window vor, das allen an der Bewertung beteiligten Behörden den Zugriff auf dieselbe Akte, die gleichzeitige Abgabe von Stellungnahmen und die gemeinsame Nachverfolgung der von den Unternehmen eingereichten Antworten und Änderungen ermöglicht. Er erklärte, dass diese Plattform es allen ermögliche, gleichzeitig die Akte einzusehen, zu erfahren, wo die Probleme liegen, wer antwortet, wer bewertet, und einen vollständig nachvollziehbaren Prozess zu hinterlassen. Er fügte hinzu, dass dieses Modell helfe, alle Zertifizierungen gleichzeitig zu erhalten, ohne die technische Genauigkeit oder die Umwelt- und Sozialstandards zu senken.

Ortiz betonte, dass für die Umsetzung dieser Verbesserungen keine umfassende Reform der Bergbaugesetzgebung erforderlich sei, sondern eine Überprüfung der derzeitigen Verwaltungsverfahren, die eine Behörde zwingen, auf die Genehmigung einer anderen zu warten, bevor sie mit ihrer Bewertung beginnen könne. Er ist der Ansicht, dass es innerhalb des Staates Spielraum für Veränderungen durch Verwaltungsentscheidungen gebe, die nur wenige gesetzliche Änderungen erforderten; der Schlüssel liege im politischen Willen, diese Fragen anzugehen.

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