de.wedoany.com-Bericht: Die Nanjinger U-Bahn in China hat während der Hochwasserperiode ein Hochwasserschutzsystem aufgebaut, das auf „Strukturen schaffen, Teams stärken, Ausrüstung optimieren" basiert. Auf Grundlage einer risikobasierten Entscheidungsfindung wurden ein Fünf-Stufen-Einstellungs- und ein abgestuftes Reaktionsprogramm entwickelt. Zudem wurde ein Notfallnetzwerk aus vier spezialisierten Rettungsteams und über 9.000 Teilzeitkräften gebildet, das eine durchgängige Verteidigungskette von der Warnung bis zur Bewältigung ermöglicht.

Angesichts von Risiken wie Eingangsüberflutung, Bahnhofsüberflutung, Gleisbereichsüberflutung und Betriebsbehinderungen durch Starkregen, Binnenhochwasser-Rückstau und Taifune hat die Nanjinger U-Bahn einen Fünf-Stufen-Einstellungsmechanismus etabliert: „Eingangssperrung – Bahnhofssperrung – Streckenabschnittsstilllegung – Linienstilllegung – Netzstilllegung". Dieser Mechanismus stützt sich auf die Hauptkriterien: Ausmaß der Wasseransammlung, betroffener Bereich, Fluchtmöglichkeiten, Sicherheitsbedingungen für den Zugverkehr im Gleisbereich, Ausrückfähigkeit der Stromversorgung und Fahrzeugdepots, Anteil gesperrter Bahnhöfe einer Linie sowie einheitliche Vorgaben der städtischen Hochwasser- und Dürre-Bekämpfungszentrale. Er legt die Gegenmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen fest, wie z. B. Bahnhof, Betriebsleitzentrale (OCC) und Netzleitzentrale (NCC). Treten lokale Risiken wie Wasseransammlungen an Eingängen auf, ergreift der Bahnhof vorrangig Maßnahmen zur Schließung des Eingangs oder des gesamten Bahnhofs, um das Risiko auf ein Minimum zu begrenzen. Beeinträchtigt Wasser im Gleisbereich die Fahrsicherheit, wird rechtzeitig eine Streckenabschnittsstilllegung eingeleitet. Weitet sich das Risiko auf eine gesamte Linie oder das Netz aus, wird standardgemäß eine Linien- oder Netzstilllegung aktiviert, um sicherzustellen, dass der Betriebsablauf dem Risikoniveau entspricht.
Beim Aufbau des Rettungsnetzwerks hat die Nanjinger U-Bahn ein integriertes Betriebsmodell für Hochwasserschutz, -bekämpfung und Notfallbewältigung etabliert, das vorsieht, dass Rettungskräfte innerhalb von 30 Minuten am Einsatzort eintreffen. Das Netzwerk besteht aus vier spezialisierten Rettungsteams mit insgesamt 61 Mitarbeitern, die in den vier Stützpunkten Xiaoxing, Majiayuan, Mozhou und Dachangdong stationiert sind und ein „Ost-, Süd-, West-, Nord"-Abdeckungsgebiet bilden. Zudem werden 656 Rettungsteams von Teilzeitkräften mit insgesamt über 9.000 Personen koordiniert.
Die Rettungsteams unterliegen einer quasi-militärischen Organisation und sind rund um die Uhr in Bereitschaft. Nach Erhalt eines Rettungsbefehls müssen sich die Teams innerhalb von 60 Sekunden ankleiden und innerhalb von 3 Minuten ausrücken. Die Nanjinger U-Bahn erstellt jährlich spezielle Hochwasser-Übungspläne und führt praxisnahe Simulationen des gesamten Prozesses und aller Elemente durch – von der Meldung des Notfalls über die Sammlung der Einsatzkräfte und die Zuteilung der Ausrüstung bis hin zur Bewältigung vor Ort. Einige Übungen werden als Doppelblindversuche durchgeführt, um reale Szenarien zu simulieren.
Um den Anforderungen der Rettungseinsätze gerecht zu werden, hat die Nanjinger U-Bahn vier Hochwasser-Rettungsfahrzeuge ausgestattet, die jeweils mit einem Dieselgenerator und zwei Tauchpumpen bestückt sind. Die gesamte Förderleistung kann bis zu 2.000 Kubikmeter pro Stunde erreichen und deckt den Bedarf an Hochdruckentwässerung in Bahnhöfen und Tunnelabschnitten. Darüber hinaus stehen vier Sätze modularer Hochwasserschutzplatten, 35 Schlauchboote, über 6.900 Pumpen, 144.000 Hochwasserschutzsäcke, über 7.900 Hochwasserschutzplatten und mehr als 1.900 Flutschutztüren zur Verfügung. Bei Starkregen wird durch Geräte wie Regenmesser, Windmesser, Wasserstandsanzeiger im Gleisbereich, Überflutungsmonitore und Videoüberwachung ein „fünffach integriertes" multidimensionales Wahrnehmungsnetzwerk gebildet, das eine rechtzeitige Warnung vor Risiken und Gefahren sowie eine Notfallbewältigung ermöglicht.






