de.wedoany.com-Bericht: Die Nuclear Power Corporation of India Limited (NPCIL) hat im Rahmen des Baus der Blöcke 5 und 6 des Kernkraftwerks Kaiga im Bundesstaat Karnataka einen der größten durchgehenden monolithischen Betongüsse ihrer Geschichte abgeschlossen und dabei rund 7.250 Kubikmeter Beton für das Reaktorfundament vergossen. Die Arbeiten wurden von Ingenieuren der Megha Engineering & Infrastructures Ltd. durchgeführt, wie die Times of India am 6. Juli 2026 unter Berufung auf den Journalisten Niranjan Kaggere berichtete.

Große Betonierarbeiten werden normalerweise während der starken Regenzeit vermieden, doch dieser Guss wurde während des Südwestmonsuns durchgeführt. Um den Regenauswirkungen entgegenzuwirken, errichteten die Ingenieure eine künstliche Überdachung mit einem Durchmesser von 75 Metern über der Baustelle, sodass der Guss ununterbrochen erfolgen konnte. Der Betonguss musste durchgehend abgeschlossen werden, da Unterbrechungen zu Arbeitsfugen und Unterschieden in der Nachbehandlung geführt hätten, was die Integrität der nuklearen Struktur gefährdet hätte.
Die Temperaturkontrolle stellte eine weitere entscheidende Herausforderung dar. Die Ingenieure installierten eine Betonproduktionsanlage mit Temperaturregelung und einer Kapazität von 360 Kubikmetern pro Stunde sowie eine Eisfabrik mit einer Tagesproduktion von 510 Tonnen und einer Lagerkapazität von 400 Tonnen. Ziel war es, die Gießtemperatur bei etwa 19 °C zu halten, um das Risiko von thermischen Spannungen während der Betonaushärtung zu verringern. Bei massiven Güssen kann die durch die Zementhydratation erzeugte Wärme zu Temperaturrissen führen, während das Eis hilft, die Mischung zu kühlen, sodass der Beton die Haltbarkeits- und Festigkeitsstandards für nukleare Strukturen erfüllt.

Bei diesem Guss erreichte die Bewehrungsdichte 360 Kilogramm pro Kubikmeter Beton, was erforderte, dass der Beton alle Zwischenräume zwischen den Bewehrungsstäben ohne Fehlstellen oder Hohlräume ausfüllte. Vor Ort wurde eine Lagerkapazität von über 2.600 Tonnen Zement und Flugasche geschaffen, um Materialengpässe zu vermeiden. An den Arbeiten waren Hunderte von Ingenieuren, Qualitätskontrollexperten und Techniker im Schichtbetrieb beteiligt, wobei alle Phasen gemäß den für Druckwasserreaktoren festgelegten Standards durch Qualitätssicherungs- und Kontrollverfahren geprüft wurden. Das Kernkraftwerk Kaiga liegt in den Westghats, einer Region, die für starke Monsunregenfälle bekannt ist, und die eingeschränkte Zugänglichkeit der Baustelle verschärfte die logistischen Herausforderungen zusätzlich. Dieser Fundamentbetonguss stellt einen wichtigen Meilenstein im Bau des Projekts dar.






