Die Arizona State University prägt den Begriff „Crustivoltaik“: Fläche biologischer Bodenkrusten unter Solarmodulen verdreifacht sich
2026-07-13 08:51
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de.wedoany.com-Bericht: Solarmodule in der Wüste dienen nicht nur der Stromerzeugung, sondern könnten auch zu einem Schlüsselwerkzeug für den Schutz und die Wiederherstellung lokaler Ökosysteme werden. Forscher der Arizona State University haben kürzlich das Konzept der „Crustivoltaik“ vorgestellt und festgestellt, dass die Infrastruktur für Solarenergie Dekarbonisierung und ökologische Wiederherstellung parallel vorantreiben kann.

Der Klimawandel beschleunigt die Degradation trockener Ökosysteme der Erde. Über 40 % der Landfläche der Erde bestehen aus Trockengebieten, die ernsthaften Bedrohungen ausgesetzt sind. Jährlich degradieren etwa 386.000 Quadratmeilen fruchtbares, produktives Land. Solarenergie, die Hauptantriebskraft der globalen grünen Energiewende, macht bereits fast 75 % der weltweit neu installierten Kapazität erneuerbarer Energien aus. Wüsten sind aufgrund ihrer großen verfügbaren Flächen Hotspots für die Solarenergie-Nutzung.

Bei Überwachungen der Arizona State University entdeckten die Forscher, dass Solarmodule das Mikroklima unter ihnen verändern. In der Sonoran-Wüste ist die Erdoberfläche mit biologischen Bodenkrusten (Biocrusts) bedeckt, die aus Cyanobakterien, Pilzen, Grünalgen, Flechten und Moosen bestehen. Sie fixieren wie eine „lebende Haut“ Bodenpartikel, verhindern Winderosion und binden Kohlenstoff sowie wandeln Stickstoff um. Allerdings bedrohen die direkte Sonneneinstrahlung und die hohen Temperaturen in der Wüste das Überleben dieser Mikroorganismen.

Die Studie zeigt, dass Solarmodule durch Beschattung die Bodentemperatur senken, die Retention der knappen Bodenfeuchtigkeit erhöhen und so eine stressarme Brutstätte für Mikroorganismen schaffen. In dieser Studie verdoppelte sich die Biomasse der biologischen Bodenkrusten; im Vergleich zu unbedecktem Wüstenboden verdreifachte sich die von Bodenkrusten bedeckte Fläche unter den Modulen. Die Forscher gehen davon aus, dass diese „lebende Haut“ geerntet und anderen degradierten Gebieten hinzugefügt werden könnte, um eine hochkapazitive, kostengünstige Strategie zur Wiederherstellung Tausender Quadratmeilen geschädigter Wüstenböden zu bieten.

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