Südkoreas drei größte Telekommunikationsanbieter investieren in KI-Infrastruktur
2026-07-14 09:56
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de.wedoany.com-Bericht: Die drei großen südkoreanischen Telekommunikationsanbieter SK Telecom, KT und LG U+ haben kürzlich Investitionspläne mit Schwerpunkt auf KI-Infrastruktur vorgestellt. Dies markiert eine Ausweitung der Branche von traditionellen Konnektivitätsdiensten auf Bereiche wie Hyperscale-Rechenzentren, KI-Computing und Next-Generation-Netzwerke.

KI

In den letzten Wochen haben die drei Anbieter nacheinander ihre Entwicklungspläne mit Fokus auf KI-Infrastruktur bekannt gegeben. Diese Projekte stehen im Einklang mit der von der südkoreanischen Regierung vorgeschlagenen KI-G3-Initiative, die darauf abzielt, Südkorea durch Investitionen in KI-Infrastruktur, Halbleiter und verwandte Technologien zu einer der drei weltweit führenden KI-Nationen zu machen. Telekommunikationsanbieter betrachten KI-Plattformen und digitale Infrastruktur zunehmend als zukünftige Wachstumsmotoren.

SK Telecom kündigte den ehrgeizigsten Expansionsplan an. Der Anbieter plant, bis 2035 eine KI-Rechenzentrumskapazität von bis zu 15 Gigawatt (GW) zu entwickeln, wobei die ersten 5 GW ab 2029 schrittweise in Betrieb genommen werden sollen. Zu den ersten Projekten gehört der Ausbau seines KI-Rechenzentrums in Ulsan zu einem Multi-Gigawatt-Campus sowie die Entwicklung einer weiteren großen Anlage im Südwesten Südkoreas. SK Telecom erklärte, dass der Plan die Halbleitertechnologie, Energielösungen und Rechenzentrumsexpertise innerhalb der SK Group integrieren werde. Das Unternehmen arbeitet außerdem mit Nvidia zusammen, um auf Basis der Nvidia-KI-Factory-Architektur eine Gigawatt-KI-Cloud zu entwickeln, deren erste Bereitstellung für 2027 geplant ist.

KT stellte eine umfassendere KI-Transformationsstrategie vor und wird in den nächsten drei Jahren rund 18 Billionen KRW (etwa 12 Milliarden US-Dollar) investieren. Davon sind rund 5 Billionen KRW speziell für KI-Rechenzentren vorgesehen, mit dem Ziel, eine KI-Infrastrukturkapazität von 1 GW zu erreichen. Neben Rechenzentren plant KT, rund 8 Billionen KRW in die Netzwerkinfrastruktur zu investieren, einschließlich Rechenzentrumsinterkonnektion (DCI), 6G-Technologie und Satellitenkommunikation. Gleichzeitig werden rund 1 Billion KRW für den Ausbau der Seekabelkapazität bereitgestellt, um den wachsenden internationalen KI-Datenverkehr zu bewältigen. KT-Führungskräfte betonten, dass Konnektivität ein entscheidender Differenzierungsfaktor für KI-Infrastruktur sein werde, insbesondere im Hinblick auf die Vernetzung von Hyperscale-Anlagen und die steigende Nachfrage nach internationalem Datenaustausch.

LG U+ positioniert sich als „KI-Factory-Betreiber", dessen Kernstück der Bau eines neuen 200-Megawatt (MW) KI-Rechenzentrums in Paju ist. Der Campus unterstützt von Anfang an sowohl Luft- als auch Flüssigkeitskühlung, und die Infrastruktur ist für hochdichte KI-Bereitstellungen ausgelegt. Laut Unternehmensangaben soll das erste 50-MW-Gebäude im nächsten Jahr fertiggestellt werden und ist bereits vollständig vermietet. LG U+ strebt bis 2030 kumulierte KI-Computing-Aufträge in Höhe von 5 Billionen KRW an und will gleichzeitig sein KI-Infrastrukturgeschäft ausbauen.

Obwohl die Strategien der einzelnen Anbieter unterschiedliche Schwerpunkte setzen, spiegeln ihre Ankündigungen eine gemeinsame Verschiebung der Prioritäten wider. Südkoreas führende Telekommunikationsanbieter konzentrieren sich nicht mehr ausschließlich auf traditionelle Telekommunikationsdienste, sondern expandieren in eine breitere KI-Infrastrukturebene, die Rechenzentren, Netzwerke, KI-Computing und unterstützende Technologien umfasst. Diese KI-Infrastrukturinvestitionen stärken auch die nationale KI-Strategie, in der Rechenzentren und die damit verbundene digitale Infrastruktur als strategische Prioritäten eingestuft werden.

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