Indiens TCS wird das globale Netzwerkinfrastruktur von ABB aus der Schweiz und Schweden aufrüsten
2026-07-14 10:45
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de.wedoany.com-Bericht: Die indische Tata Consultancy Services (TCS) hat mit dem schweizerisch-schwedischen Industriekonzern ABB eine mehrjährige Kooperationsvereinbarung im Wert von mehreren Millionen Dollar unterzeichnet. Im Rahmen des „Future Network Model"-Plans von ABB wird TCS das globale Netzwerkökosystem entwerfen, integrieren und betreiben, das LAN, WAN und SD-WAN vereinheitlicht, eine zentral verwaltete Netzwerkbetriebsstruktur aufbaut sowie Cybersicherheits- und End-to-End-Überwachungsfunktionen bereitstellt. TCS gab bekannt, dass das Projekt in den nächsten fünf Jahren kontinuierlich vorangetrieben wird.

Kern des Aufbaus ist die Umwandlung der derzeit dezentral betriebenen Unternehmensnetzwerkumgebung von ABB in eine standardisierte, zentral verwaltete und skalierbare globale digitale Infrastruktur. TCS wird seine Dienstleistungen von der bestehenden Infrastruktur- und Anwendungsverwaltung auf den End-to-End-Betrieb des globalen Netzwerks von ABB ausweiten und das Netzwerk als Service-Modell übernehmen, um Netzwerkdesign, Systemintegration, Betrieb, Wartung und Servicebereitstellung zu vereinheitlichen.

Gemäß dem Bauplan wird TCS die Multi-Vendor-Netzwerkumgebung von ABB in verschiedenen Ländern und Geschäftsbereichen konsolidieren. Bisher von verschiedenen Geräten, Plattformen und Dienstleistern getragene Netzwerksysteme werden in eine einheitliche Betriebsarchitektur integriert, um Unterschiede in Netzwerkstandards, Verwaltungsprozessen und Servicequalität zu reduzieren. TCS wird die Koordination verschiedener Netzwerkgeräte und Serviceressourcen übernehmen, sodass die globalen Geschäftsstandorte von ABB nach einheitlichen Standards betrieben werden.

Das Projekt wird ein zentrales Steuerungsframework aufbauen, das Service-Integrations- und Managementsysteme, ein globales Netzwerkbetriebszentrum, Cybersicherheitsfunktionen und verschiedene Unternehmensnetzwerke in ein Betriebssystem integriert. Das globale Netzwerkbetriebszentrum wird Aufgaben wie Netzwerkstatusüberwachung, Fehlererkennung, Ressourcenplanung und Betriebsmanagement übernehmen und den Geschäftssystemen von ABB in verschiedenen Regionen kontinuierliche Netzwerkunterstützung bieten.

Im Bereich der grundlegenden Netzwerkmodernisierung wird das Projekt die bestehenden LAN-, WAN- und SD-WAN-Systeme von ABB aufrüsten. LAN verbindet hauptsächlich Endgeräte und Systeme innerhalb von Fabriken, Büros und anderen Geschäftsstandorten, WAN ist für die Datenübertragung zwischen verschiedenen Regionen zuständig, und SD-WAN dient der einheitlichen Konfiguration und Steuerung von standortübergreifenden Netzwerkressourcen. Nach der Integration der drei Netzwerktypen wird zwischen den globalen Geschäftsknoten von ABB eine einheitlichere Verbindungsarchitektur entstehen.

TCS wird außerdem End-to-End-Netzwerküberwachungs- und automatische Orchestrierungsfunktionen bereitstellen, um den Betriebsstatus verschiedener Netzwerkdienste von ABB zentral zu verwalten. Künstliche Intelligenz wird in Netzwerkbetriebsprozessen eingesetzt, um durch automatische Anomalieerkennung, Netzwerkanalyse und Ressourcenoptimierung die Fehlerbehebung und Service-Reaktionszeiten zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt nicht auf der separaten Einführung von KI-Anwendungen, sondern auf der Nutzung von Automatisierung zur Umgestaltung der Betriebsweise des globalen Netzwerks.

Die Cybersicherheitsinfrastruktur ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil dieser Modernisierung. TCS wird Sicherheitsfunktionen in die globale Netzwerkarchitektur von ABB integrieren, um Netzwerkverbindungen, Infrastruktur und Betriebsabläufe einheitlich zu schützen und so die Sicherheitsstandards und Compliance-Niveaus in verschiedenen Geschäftsbereichen zu erhöhen. Das Projekt wird auch die Netzwerkresilienz stärken, um bei lokalen Geräte-, Leitungs- oder Serviceausfällen die Auswirkungen auf den globalen Geschäftsbetrieb zu minimieren.

ABB ist weltweit in den Bereichen Elektrifizierung und Automation tätig und beschäftigt rund 110.000 Mitarbeiter. Fabriken, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Büros und Geschäftssysteme in verschiedenen Ländern müssen über Unternehmensnetzwerke Daten austauschen. Diese Modernisierung der globalen Netzwerkinfrastruktur wird eine einheitliche Basis für Verbindung, Überwachung und Sicherheitsmanagement dieser Geschäftsknoten schaffen.

TCS und ABB arbeiten seit 20 Jahren zusammen. Beide Unternehmen haben zuvor mehrere Unternehmensinfrastrukturprojekte abgeschlossen, darunter die Integration der dezentral betriebenen ERP-Software von ABB in eine einheitliche SAP-Plattform sowie die Migration von Cloud-Infrastrukturen und Anwendungen. Das „Future Network Model"-Projekt erweitert den Kooperationsumfang von Unternehmenssoftware und Cloud-Diensten auf den Aufbau und Betrieb der globalen Netzwerkinfrastruktur.

Derzeit haben beide Seiten den genauen Vertragswert, die Anzahl der beteiligten Länder und Geschäftsstandorte, den Umfang der Netzwerkknoten und die Liste der zu beschaffenden Geräte nicht bekannt gegeben. Basierend auf den veröffentlichten Bauinhalten wird das Projekt schrittweise rund um das globale Netzwerkbetriebszentrum, die zentrale Steuerungsplattform, die Multi-Vendor-Netzwerkintegration, die LAN- und WAN-Modernisierung, die SD-WAN-Bereitstellung und den Aufbau des Cybersicherheitssystems umgesetzt.

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