de.wedoany.com-Bericht: Das in der Schweiz ansässige Unternehmen Arrhenius AG hat kürzlich eine Seed-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Die erhaltenen Mittel werden für den Ausbau seiner Geschäfte zur Kohlenstoffentfernung und -speicherung verwendet.
Zu den Investoren dieser Finanzierungsrunde gehören die neu hinzugekommenen CTA Ltd., Young Ventures AG (Victor Villiger) sowie die Business Angels Thomas Krumbeck und Ralf Wildenhues. Neben der finanziellen Unterstützung bringen diese Investoren auch Fachkenntnisse aus den Bereichen Unternehmertum, Industrie und Klimainnovation ein, um das Unternehmen in seiner nächsten Wachstumsphase zu unterstützen.
Der Name Arrhenius AG leitet sich vom Wissenschaftler Svante Arrhenius ab, der zu den ersten Forschern gehörte, die vorhersagten, dass die vom Menschen verursachten CO₂-Emissionen zur globalen Erwärmung führen würden. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre durch den Anbau und die Einlagerung von Mikroalgen. Seine Technologie nutzt die Photosynthese der Mikroalgen, um einen energie- und kosteneffizienten Prozess der Biomasse-Kohlenstoffentfernung und -speicherung (BiCRS) zu schaffen.
Arrhenius AG setzt photobiologische Reaktoren im Freien ein, die Sonnenlicht nutzen, um ideale Bedingungen für das schnelle Wachstum von Mikroalgen in Abwasser zu schaffen. In den Photobioreaktoren vermehren sich die Algenpopulationen durch Zellteilung. Bei der Photosynthese binden die Algen auf natürliche Weise Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Sobald die Algen eine bestimmte Dichte erreicht haben, beginnt die Erntephase, bei der die Biomasse kontinuierlich aus dem Wasser gefiltert und getrocknet wird.

Das Unternehmen gibt an, dass die getrocknete Biomasse zu über 50 % aus Kohlendioxid besteht. Anschließend wird diese kohlenstoffreiche, getrocknete Biomasse langfristig unter der Erde gelagert, beispielsweise in alten Kiesgruben oder unterirdischen Bergwerken.
Mit den neu erhaltenen Seed-Mitteln wird sich das Start-up auf die Skalierung dieser Technologie konzentrieren. Laut Ankündigung umfasst dies den Bau einer 500 Quadratmeter großen Pilotanlage, die Kohlenstoffentfernung mit Abwasserbehandlung kombiniert und dem Unternehmen hilft, sich auf die erste kommerzielle Anlage im Ausland vorzubereiten.

In einer Veröffentlichung erklärte Arrhenius AG, dass die Pilotanlage ein wichtiger Schritt sei, um die Technologie unter realen Betriebsbedingungen zu validieren und den Prozess in Richtung kommerzieller Bereitstellung voranzutreiben. Das Unternehmen freue sich darauf, Fortschritte bei der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Pilotanlage zu teilen und damit die Grundlage für die nächste Phase der Skalierung im Ausland zu legen.






