de.wedoany.com-Bericht: Aquaterra Energy und James Fisher and Sons plc (James Fisher) haben eine globale strategische Partnerschaft angekündigt, um die Abwicklung von Stilllegungsprojekten für Offshore-Öl- und Gasanlagen zu vereinfachen.

Gemäß der Vereinbarung erhalten Betreiber ein integriertes End-to-End-Dienstleistungspaket für die Planung und Durchführung von Bohrlochaufgaben und Infrastrukturdemontage. Dieses Modell zielt darauf ab, die Anzahl der Schnittstellen zwischen den Projektbeteiligten zu reduzieren und die Ausführungssicherheit zu erhöhen. Die Aufgabenverteilung ist klar: Aquaterra Energy übernimmt das Front-End-Engineering und den Bohrlochzugang, während James Fisher über seinen Geschäftsbereich Energy die Unterwasserarbeiten und die Offshore-Ausführungskapazitäten bereitstellt.

Die beiden Unternehmen geben an, dass dieser gemeinsame Ausführungsrahmen die frühzeitige Planung, das Engineering, den Bohrlochzugang und die Offshore-Ausführung integriert und im Vergleich zu herkömmlichen Stilllegungsmethoden koordinierter ist. Das Kernziel besteht darin, die Übergabepunkte zwischen den einzelnen Phasen zu reduzieren und die Rechenschaftspflicht im Projektmanagement zu stärken, um so über den gesamten Prozess – von der anfänglichen Projektdefinition bis zur abschließenden Offshore-Operation – eine höhere Sicherheit zu bieten.
Die Zusammenarbeit erstreckt sich weltweit, wobei der anfängliche Schwerpunkt auf der Nordsee, dem asiatisch-pazifischen Raum und dem Nahen Osten liegt. In diesen Regionen stehen zahlreiche Offshore-Bohrlöcher und Infrastrukturen kurz vor der dauerhaften Stilllegung. Daten zeigen, dass auf dem britischen Festlandsockel die North Sea Transition Authority bereits 153 Bohrlöcher identifiziert hat, deren Stilllegungsfristen überschritten sind, und dass noch Stilllegungsverpflichtungen in Höhe von 44 Milliarden Pfund ausstehen. Ein Modell der australischen Regierung prognostiziert, dass die inländischen Offshore-Stilllegungsverbindlichkeiten in den nächsten 30 bis 50 Jahren rund 48 Milliarden Pfund betragen könnten. Global gesehen wird erwartet, dass bis 2040 über 2.500 Offshore-Strukturen abgebaut werden müssen.
Matt Marcantonio, Engineering Director bei Aquaterra Energy, weist darauf hin, dass Stilllegungsprojekte zunehmend komplexer werden und von Anfang an eine engere technische Integration erfordern. „Stilllegungsprojekte sind keine einfachen, isolierten Arbeitspakete mehr“, so Marcantonio. „Die nächste Generation von Projekten erfordert strenge Engineering-Kontrollen, frühe, multidisziplinäre Integration und die Fähigkeit, sich schnell an veränderte Bedingungen anzupassen.“ Er fügt hinzu, dass die frühzeitige Kombination der Fachkompetenz von Aquaterra Energy mit der von James Fisher spätere Designänderungen vermeiden, die Offshore-Einsatzzeit verkürzen und den Betreibern bei anspruchsvollen Projekten mehr Sicherheit geben kann.
Mark Stephen, Director der Produktlinie Decommissioning & CFE bei James Fisher Energy, erklärt, dass Betreiber heute mehr Wert auf Vorhersagbarkeit der Lieferung und weniger Kommunikationsschnittstellen legen. „Betreiber benötigen heute Lieferzuversicht, vorhersagbare Ausführung, weniger Schnittstellen und eingespielte Teams, die bereits vorab gut zusammenarbeiten“, sagt Stephen. Er betont, dass die Kombination der Unterwasserfähigkeiten von James Fisher mit der Expertise von Aquaterra Energy im Engineering und Bohrlochzugang die üblichen Kooperationshindernisse beseitigen und so eine sicherere und effizientere Arbeitsausführung unterstützen kann.
Die Zusammenarbeit wird projektbezogen organisiert, wobei die Teamzusammensetzung dynamisch an den jeweiligen Arbeitsumfang angepasst wird. Bei Bedarf können auch bereichsübergreifend geschulte Mitarbeiter eingesetzt werden, um den Personalbedarf auf See zu reduzieren und das Gesamtrisiko zu senken. Die beiden Unternehmen bleiben innerhalb des vereinbarten Rahmens unabhängig, der darauf ausgelegt ist, die Zusammenarbeit in der frühen Phase und die Konsistenz der Lieferstandards zu unterstützen. Derzeit stehen Aquaterra Energy und James Fisher bereits in mehreren Regionen mit Betreibern in Kontakt, um bevorstehende Stilllegungsprojektmöglichkeiten zu erörtern.










