de.wedoany.com-Bericht: Am 11. Juli berichteten spanische Medien, dass die spanische Tochtergesellschaft von Rumäniens Digi Communications den Ausbau ihrer Mobilfunk- und Glasfaser-Infrastruktur beschleunigt. Laut den neuesten, der spanischen Nationalen Wertpapiermarktkommission vorgelegten Unterlagen des Unternehmens waren zum 31. Mai 2026 insgesamt 1.122 Makro-Basisstationen an das Mobilfunknetz von Digi Spanien angeschlossen, ein Anstieg um 232 Stationen gegenüber 890 Ende März. Das Unternehmen plant, sein Netz bis Ende 2028 auf rund 5.000 Makro-Basisstationen auszubauen und bis Ende 2033 weiter auf 10.000 zu erhöhen.
Dieser Ausbau markiert den Wandel des Mobilfunkgeschäfts von Digi in Spanien von einem hauptsächlich auf virtuellen Netzbetreibermodellen basierenden Ansatz hin zu einem integrierten Betriebssystem mit eigenem Spektrum, eigener Funkzugangskapazität und langfristiger Roaming-Absicherung. Die neuen Standorte werden vorrangig in Städten und dicht besiedelten Gebieten mit hohem mobilen Datenverkehr errichtet, um die Signalabdeckung von Digi zu erweitern, die Netzkapazität zu erhöhen und die langfristige Abhängigkeit von den Mobilfunknetzen anderer Betreiber zu verringern.
Der Netzausbau erfolgt durch eine Kombination aus gemeinsam genutzten Standorten und eigenständigem Aufbau. Gemäß einer von Digi mit Telefónica Móviles, einer Tochter der spanischen Telefónica, unterzeichneten Vereinbarung zur gemeinsamen Nutzung des Funkzugangsnetzes und des Spektrums wird Telefónica auf ihren Makro-Basisstationen die von Digi gehaltenen Frequenzbänder 1800 MHz und 2100 MHz sowie das gemeinsam genutzte 3500-MHz-Band bereitstellen und aussenden. Die meisten neuen Standorte werden über dieses gemeinsame Nutzungssystem realisiert; in Gebieten, in denen die gemeinsamen Ressourcen nicht ausreichen, wird Digi eigene Makro-Basisstationen errichten und betreiben.
Angesichts der jüngsten Baufortschritte wächst das Mobilfunknetz von Digi weiterhin rasant. Anfang Juli berichteten spanische Medien, dass die Zahl der in Betrieb genommenen Mobilfunkstandorte bereits nahe an 1.500 liegt, ein deutlicher Anstieg gegenüber rund 700 Standorten zu Beginn des Jahres 2026. Die Verteilung der neuen Standorte hat sich von den großen Städten Madrid, Barcelona, Valencia, Sevilla und Málaga schrittweise auf weitere Provinzen und Ballungsräume ausgedehnt.
Das Festnetz wird ebenfalls parallel ausgebaut. Bis zum 31. Mai hatte das von Digi in Spanien errichtete und betriebene SMART-Glasfasernetz rund 14,6 Millionen Gebäudeeinheiten abgedeckt, ein Anstieg um 400.000 Einheiten gegenüber Ende März. Das Unternehmen plant, die Abdeckung bis 2030 auf rund 21 Millionen Gebäudeeinheiten zu erweitern, wobei die neuen Leitungen weiterhin in städtische und halbstädtische Gebiete verlegt werden. Das bestehende Netz basiert hauptsächlich auf der XGS-PON-Technologie und unterstützt symmetrische Breitbandzugänge mit bis zu 10 Gbit/s.
Den Bauplänen zufolge beabsichtigt Rumäniens Digi, im Jahr 2026 rund 400 Millionen Euro in die spanischen Mobilfunk- und Festnetze zu investieren; für die Jahre 2027 bis 2029 werden entsprechende Investitionen in Höhe von 900 Millionen Euro erwartet. Die Arbeiten umfassen die Installation von Funkgeräten, den Standortzugang, die Spektrumsbereitstellung, die Verlegung von Glasfaserleitungen, Netzvermittlungseinrichtungen und kundenseitige Zugangsanlagen. Mit dem gleichzeitigen Anstieg der Makro-Basisstationen und der Glasfaserabdeckung formt Digi in Spanien ein Kommunikationsinfrastruktursystem, das aus eigener Glasfaser, mobilem Funkzugang, gemeinsam genutzten Standorten und nationalem Roaming besteht.










