Belgisches Ecocem schließt erste industrielle Großversuche mit ACT-Niedrigzement ab
2026-07-15 14:33
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de.wedoany.com-Bericht: Das belgische Unternehmen Ecocem hat die ersten industriellen Großversuche mit seiner ACT-Niedrigzementtechnologie im Bereich Betonfertigteile abgeschlossen, was einen entscheidenden Schritt zur Kommerzialisierung dieser Technologie darstellt.

Ecocem

Die Versuche wurden von Ecocem in Zusammenarbeit mit dem belgischen Betonfertigteilhersteller C-concrete an dessen Produktionsstandort in Temse, Belgien, durchgeführt. Ecocem erklärte, die Versuche hätten gezeigt, dass ACT unter normalen Produktionsbedingungen hergestellt werden könne, während gleichzeitig die grauen Emissionen reduziert würden, ohne dass bestehende Produktionsprozesse geändert werden müssten. Der Erfolg dieser Versuche baut auf früheren Demonstrationen von ACT im Bereich Transportbeton auf, und das Unternehmen treibt die kommerzielle Einführung dieser Technologie weiter voran.

Im Vergleich zu herkömmlichem Zement kann ACT den CO₂-Fußabdruck von Zement um bis zu 70 % reduzieren, während die Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. Jaouad Nadah, Leiter der ACT-Implementierung bei Ecocem, erklärte, die erfolgreichen Versuche hätten bewiesen, dass die Technologie in bestehende Produktionsprozesse integriert werden könne, ohne den Betrieb zu stören. Nadah sagte, die Leistung von ACT im Werk sei identisch mit der im Labor gewesen, es habe keine Überraschungen oder Produktionsprobleme gegeben, was erneut zeige, dass tiefgreifende CO₂-Reduzierungen ohne Störung etablierter Produktionsprozesse möglich seien.

Im Rahmen der Versuche produzierte C-concrete zwei großformatige Fertigteile: eine 10 m × 3 m große Brandschutzwand und eine 8 m × 3 m große Wärmedämmverbundwand. Anders als bei Transportbeton ist die Fertigteilproduktion auf eine schnelle Festigkeitsentwicklung angewiesen, um tägliche Ausschalungen zu ermöglichen und die Produktionseffizienz aufrechtzuerhalten. Ecocem erklärte, die Versuche hätten bestätigt, dass ACT diese Produktionsanforderungen erfülle und gleichzeitig die von Fertigteilherstellern erwartete Leistung biete. Das Unternehmen bezeichnete dies als die erste erfolgreiche industrielle Großproduktion von ACT im Bereich Betonfertigteile.

Nikolas Schack, Qualitätsmanager und Betontechnologieexperte bei C-concrete, erklärte, die Versuche hätten gezeigt, dass ACT in der industriellen Produktion eingesetzt werden könne, während vertraute Herstellungspraktiken beibehalten würden. ACT verhalte sich in der Produktion genauso wie herkömmlicher Zement, bei gleichzeitig deutlich reduziertem CO₂-Fußabdruck. Für das Produktionsteam bleibe der Herstellungsprozess weitgehend unverändert, was ein wichtiger Aspekt für industrielle Anwendungen sei.

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