SES und Airbus bauen optische EAGLE-1-Bodenstation in Noordwijk, Niederlande
2026-07-16 10:32
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de.wedoany.com-Bericht: SES und Airbus Netherlands B.V. haben gemeinsam mit der Gemeinde Noordwijk einen Grundstückspachtvertrag unterzeichnet, um auf dem NL Space Campus ein Grundstück neben dem Technologiezentrum ESTeC der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zu pachten. Die Einrichtung wird eine spezielle optische Bodenstation (OGS) umfassen, die für die Kommunikation mit dem EAGLE-1-Satelliten und den Empfang quantensicherer Schlüssel mittels Lasertechnologie ausgelegt ist.

SES-Logo

Die von Airbus für SES gebaute Bodenstation wird einen Kontrollraum und eine Kuppel für ein hochpräzises Teleskop zur Satellitenverfolgung enthalten, was für die Laserlinks entscheidend ist. Um die Genauigkeit der Laserverbindung zu gewährleisten, wird die Station mit fortschrittlicher Optik ausgestattet, die atmosphärische Störungen wie Turbulenzen durch Luftbewegungen oder Temperaturschwankungen in Echtzeit korrigieren kann.

Xavier Bertran, Chief Product & Innovation Officer bei SES, erklärte, dass die optische Bodenstation als primäre Bodenverbindung des EAGLE-1-Systems dienen wird, das von SES gemeinsam mit der ESA und der Europäischen Kommission (EC) im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft betrieben wird. Sobald das System in Betrieb ist, können Nutzer aus Regierungen, Banken und anderen Sektoren frühzeitig quantensichere Technologien für die nächste Generation der Cybersicherheit einsetzen.

Mit dem EAGLE-1-Projekt erhält Europa den ersten Satelliten, der auf Quantentechnologie basiert und Ende-zu-Ende-höchstsicher Kommunikation demonstriert. EAGLE-1 besteht aus einem Satelliten, einem Bodennetzwerk und fortschrittlichen Laserlinks und ist der erste und wichtige Schritt zur Entwicklung eines europäischen Quantenschlüsselverteilungssystems (QKD). Im Gegensatz zu herkömmlichen Satelliten, die Funkfrequenzen nutzen, verwenden die EAGLE-1-Satellitenlinks Laserstrahlen zur Übertragung sicherer Schlüssel und stellen so optimale sichere Verbindungen über große Entfernungen her.

Die technische Umsetzung der Station obliegt dem Hauptauftragnehmer TNO, der auch für die fortschrittliche Optik verantwortlich ist. TNO wird auf das Fachwissen anderer spezialisierter Partner zurückgreifen, darunter FSO Instruments für die Sensoren, Airbus Netherlands für das Echtzeit-Kontrollsystem, Officina Stellare für das Teleskop und die Kuppel sowie Celestia STS für das optische digitale Modem.

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