de.wedoany.com-Bericht: Das angolanische Straßenforschungsinstitut (INEA) und die portugiesische Infrastrukturgesellschaft (IP) haben an diesem Mittwoch eine Absichtserklärung unterzeichnet, um im Bereich der angolanischen Straßeninfrastruktur technisch zusammenzuarbeiten.
Die Unterzeichnungszeremonie fand am Hauptsitz der IP in Almada, Setúbal, statt. Das von der Europäischen Union (EU) finanzierte Projekt „EU-Angola-Dialog“ erklärte in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur Lusa, dass die Vereinbarung das Ergebnis des Kooperationsprozesses beider Institutionen sei, der im Februar dieses Jahres auf dem internationalen Straßenkonzessionsseminar in Lobito, Angola, seinen Höhepunkt erreicht habe. Das Projekt zielt darauf ab, Dialogmaßnahmen zwischen Angola und europäischen Institutionen zu unterstützen, um den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren zu vertiefen.
Der IP-Präsident Paulo Carmona betonte bei der Unterzeichnungszeremonie, dass eines der Ziele darin bestehe, „Global Gateway“ voll auszuschöpfen, ein EU-Programm zur Entwicklung neuer Infrastrukturen in Entwicklungsländern. Paulo Carmona fügte hinzu, dass diese EU-Mittel strategisch von den portugiesischsprachigen Ländern, insbesondere Angola und Mosambik, genutzt werden sollten.
Der INEA-Präsidente Henrique Victorino erklärte, dass es sich um eine wohlüberlegte Aktion handele, die den Höhepunkt eines langen Prozesses darstelle, der sowohl Fortschritte als auch Rückschritte erlebt habe. Er sei der Ansicht, dass es nun an der Zeit sei, dass die beiden Institutionen ein rechtliches Kooperationsinstrument unterzeichnen.
Angola steht vor Herausforderungen bei der Verwaltung des Straßennetzes, die durch den Ausbaubedarf des Netzes, die Knappheit öffentlicher Mittel für die Instandhaltung und die Zunahme extremer Klimaereignisse noch verschärft werden. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) beträgt die Gesamtlänge der Straßen in Angola 80.000 Kilometer, von denen nur etwa 30 % asphaltiert sind, was unter dem Durchschnitt des subsaharischen Afrikas liegt. Die Weltbank warnt, dass die schlechte Qualität der Straßen in ländlichen Gebieten den Zugang zu nationalen und internationalen Märkten einschränkt.
Um diese Situation zu ändern, sieht der Branchenplan für 2030 eine Steigerung des asphaltierten Straßennetzes um 142 % vor, was die Dringlichkeit der Einbeziehung des Privatsektors durch nachhaltige Konzessionsmodelle weiter unterstreicht.










