de.wedoany.com-Bericht: Am 15. Juli 2026 begann der brasilianische Bundesstaat Ceará mit dem Betrieb der Gasverteilungsstation Cariri, um ab diesem Monat die Region Cariri mit Erdgas aus dem Pipelinesystem zu versorgen. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Ausweitung der Erdgasversorgung im Bundesstaat. Das von der Ceará-Gasgesellschaft (Cegás) vorangetriebene Projekt, an dem die Aktionäre Norgás, die Grupo Energisa und Mitsui beteiligt sind, stellt einen bedeutenden Meilenstein für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung des Bundesstaates dar. Erstmals wird Erdgas über Pipelines in die Städte Crato, Juazeiro do Norte und Barbalha (CRAJUBAR) geliefert, die ein wichtiges Wirtschaftszentrum im Nordosten Brasiliens bilden.
Das Cariri-Projekt erforderte Gesamtinvestitionen von 25 Millionen Brasilianischen Real. Es umfasst den Bau einer 10.000 Quadratmeter großen Verteilungsstation sowie einer etwa 42 Kilometer langen Pipeline. Die tägliche Verteilungskapazität beträgt 50.000 Kubikmeter Erdgas. In der Region gibt es über 200 kleine, mittlere und große Industrieunternehmen mit einem potenziellen Erdgasverbrauch von rund 35.000 Kubikmetern pro Tag, was ein erhebliches Potenzial für den Brennstoffverbrauch zeigt. Dies ist die größte Netzerweiterung ins Landesinnere seit der Gründung von Cegás. Die Arbeiten zur Verlegung der Erdgaspipeline nach Cariri begannen im Jahr 2025 und wurden nach Fertigstellung abgeschlossen, wodurch ein langfristiges Planungsziel erreicht wurde, das darauf abzielt, die Region im Landesinneren von Ceará mit einer effizienteren und wettbewerbsfähigeren Energieversorgung zu versorgen.

Fabio Bertollo, Präsident des Gasgeschäfts der Grupo Energisa, erklärte, dass die Gasverteilung in Cariri ein strategischer Fortschritt sei, der das Engagement der Gruppe für eine sichere Energiewende stärke. Er wies darauf hin, dass die Ausweitung des Erdgasnetzes ins Landesinnere ein entscheidender Schritt zur Steigerung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und zur Förderung der Industrialisierung sei. Diese Expansion unterstreiche die transformative Rolle der Energie-infrastruktur bei der regionalen Entwicklung. Der Manager der Gruppe betonte zudem, dass die Inbetriebnahme dieser Infrastruktur das Potenzial der nordöstlichen Region zur Anziehung von Investitionen und zur Förderung einer langfristigen nachhaltigen Entwicklung stärke, indem sie Wirtschaftswachstum, Energiesicherheit und Innovation miteinander verbinde. Die neue Infrastruktur sei so konzipiert, dass sie den Expansionsbedarf der Region in den kommenden Jahren decken könne, und versorge Nutzer wie Industrie, Hotels, Krankenhäuser, Restaurants, Bäckereien, Supermärkte, Wohnanlagen und Tankstellen. Dies trage zur Senkung der Energiekosten, zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und zur Anziehung neuer Investitionen bei. Das erste Industrieunternehmen, das an das System angeschlossen wurde, die Fabrik Trevo Drywall, ist bereits in Betrieb und wird voraussichtlich täglich etwa 21.000 Kubikmeter Erdgas verbrauchen, was über 40 % der anfänglichen Netzkapazität entspricht.
José Eduardo Marzagão Filho, Präsident von Cegás, erklärte, dass die Ankunft von Erdgas in Cariri einen neuen Wachstumszyklus für eine der dynamischsten Regionen des Bundesstaates einleite. Diese strategische Infrastruktur werde die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigern, die Attraktivität für Investitionen erhöhen, Arbeitsplätze schaffen und die Region auf eine nachhaltige Entwicklung vorbereiten.
Die 1905 gegründete Grupo Energisa ist einer der größten privaten Konzerne der brasilianischen Elektrizitätswirtschaft. Ihr Geschäft umfasst neun Stromverteilungsunternehmen, 13 Stromübertragungskonzessionen, konzentrierte Photovoltaik-Kraftwerke, dezentrale Photovoltaik-Stromerzeugung sowie die Verteilung und den Verkauf von Erdgas. Im Juli 2023 trat die Gruppe durch die Übernahme von ES Gás in den Erdgassektor ein und erwarb ab November 2024 Anteile an Cegás, Copergás, Algás und Potigás. Die Gruppe ist auch in der Produktion und dem Verkauf von biobasierten Lösungen (Behandlung von landwirtschaftlichen und industriellen Abfällen, Biomethan, Biodünger) über Bioklärwerke tätig, versorgt über 20 Millionen Menschen in 939 Städten des Landes und schafft mehr als 20.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze.










