de.wedoany.com-Bericht: Der Markt für autorisierte virtuelle Mobilfunknetzbetreiber (MVNO) in Brasilien, der jahrelang nur langsam wuchs, verzeichnet seit 2021 ein starkes Wachstum und hat sich im Bereich der Maschinen-zu-Maschinen (M2M) und Internet der Dinge (IoT) Kommunikationsdienste etabliert, wobei er in intensiven Wettbewerb mit traditionellen Betreibern tritt. Dies zeigt der neueste Wettbewerbsmonitoring-Bericht (zweites Quartal 2026) der brasilianischen Nationalen Telekommunikationsbehörde (Anatel).

Die Untersuchungsdaten zeigen, dass autorisierte MVNOs zwischen 2013 und 2020 insgesamt nur 620.000 Zugänge akkumulierten. Seit 2021 verzeichnet dieser Bereich ein kontinuierliches exponentielles Wachstum, und bis Ende des zweiten Quartals 2026 erreichten die Zugänge 11,3 Millionen. Von Ende 2020 bis Ende 2025 wuchs die Nutzerbasis im Durchschnitt um etwa 73,5 % pro Jahr.

Anatel weist darauf hin, dass dieser Sprung zeigt, dass das autorisierte virtuelle Betreibermodell zu einem Treiber für die Ausweitung und Diversifizierung der Konnektivität in Brasilien geworden ist, insbesondere angetrieben durch die Nachfrage von Unternehmen und aufkommende digitale Ökosysteme. Im ersten Halbjahr 2026 kamen 1,57 Millionen neue Zugänge bei autorisierten MVNOs hinzu.
Virtuelle Mobilfunknetzbetreiber bieten Mobilfunkdienste an, ohne selbst über ein Zugangsnetz zu verfügen, und nutzen dafür die Infrastruktur traditioneller Betreiber. In Brasilien gibt es zwei MVNO-Modelle. Im autorisierten Modell besitzt das Unternehmen eine Betriebsgenehmigung für den persönlichen Mobilfunkdienst (SMP) von Anatel, hat größere betriebliche und regulatorische Autonomie und kann eigene Ressourcen (wie Rufnummern) verwalten. Im zertifizierten Modell erfolgt der Betrieb über eine Registrierung beim Quellbetreiber, der ein landesweites Telekommunikationsunternehmen oder sogar ein autorisierter MVNO sein kann.
Laut der Studie von Anatel konkurrieren MVNOs im Allgemeinen nicht zwangsläufig im gleichen Geschäftsmodell und Servicebereich miteinander. Der Bericht stellt fest, dass virtuelle Betreiber bisher auch keinen umfassenden Wettbewerb mit den landesweiten Betreibern (Claro, TIM und Vivo) und regionalen Betreibern (Unifique und Brisanet) im Bereich der persönlichen Mobilfunkdienste darstellen. Die Einschätzung der Regulierungsbehörde ist, dass MVNOs im M2M- und IoT-Bereich in hohem Maße mit traditionellen Betreibern konkurrieren, während die direkte Überschneidung mit den landesweiten Telekommunikationsunternehmen auf dem Markt für Mobilfunkanschlüsse weiterhin gering ist.
Der Bericht hebt hervor, dass der auf M2M spezialisierte Anbieter Datora im Bereich der autorisierten MVNOs führend ist und einen Marktanteil von 34,1 % hält. Es folgt Surf (30,3 %), dessen Geschäft sowohl traditionelle Mobiltelefonie als auch M2M umfasst. Diese beiden Unternehmen liegen deutlich vor Telecall (13,9 % Anteil am autorisierten Markt) und Next Level Telecom (10,6 %). Weitere bedeutende Anteile entfallen auf 1NCE (4,1 %) und Vero (3,1 %).










