de.wedoany.com-Bericht: In vielen Teilen Europas herrscht derzeit eine extreme Hitzewelle, in mehreren Ländern wurden Temperaturen von über 40 °C gemessen. Aufgrund von Denkmalschutzauflagen für Altbauten, hohen Arbeitskosten und einem Mangel an Installationsressourcen liegt die Haushaltsausstattungsrate mit Klimaanlagen in Europa jedoch nur bei etwa 20 %. Am 12. Juli sorgte ein Beitrag eines Internetnutzers für Aufsehen, in dem es hieß, ein französischer Kollege habe bei einer Dienstreise nach Shanghai eine in China hergestellte Klimaanlage als „persönliches Gepäck“ nach Europa mitgenommen.
Ein Franzose reiste geschäftlich nach Shanghai und hatte bei seiner Rückkehr nach Europa eine „Made in China“-Klimaanlage im Gepäck. Die 93-jährige Mutter des Mannes in Paris kühlte sich bisher nur mit einem Ventilator, der nicht nur schlecht kühlte, sondern auch die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung erhöhte. Letztendlich gab der Mann nur 1412 Yuan (1260 Yuan für das Gerät, 130 Yuan für die Verpackung am Flughafen und 22 Yuan für einen europäischen Hochleistungs-Stromwandler) aus und brachte die Klimaanlage erfolgreich nach Europa.
Frankreich erlebt eine neue Hitzewelle, und in vielen Geschäften kommt es zu Hamsterkäufen von Klimaanlagen und Ventilen. Europäische Verbraucher stehen beim Kauf von Klimaanlagen vor Problemen wie hohen Installationskosten, schwierigen Genehmigungsverfahren und einem fragmentierten lokalen Serviceangebot. Chinesische Unternehmen haben auf diese Marktschwachstellen reagiert und für Europa maßgeschneiderte Klimaanlagen entwickelt, die sich aufgrund ihrer einfachen Installation, ihres günstigen Preises und ihres geringen Energieverbrauchs in Europa großer Beliebtheit erfreuen.
Nach Angaben der Zollbehörden beliefen sich die chinesischen Exporte von Klimaanlagen in die EU im ersten Halbjahr 2026 auf 3,76 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 43,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – ein neuer Rekord für diesen Zeitraum. Die Exporte von installationsfreien mobilen Klimaanlagen stiegen um über 70 %. Ein Haushaltsgerätehersteller aus Foshan in der Provinz Guangdong hat auf der Grundlage der europäischen Lebensgewohnheiten, Bauvorschriften und klimatischen Besonderheiten eine speziell für den europäischen Markt entwickelte, installationsfreie Split-Klimaanlage auf den Markt gebracht. Dieses Produkt umgeht sowohl die Einschränkungen, die in einigen europäischen Ländern die Montage von Außengeräten an Gebäudefassaden verbieten, als auch die hohen Arbeitskosten.

Laut einem Verantwortlichen des Unternehmens wurden im vergangenen Jahr insgesamt etwa 80.000 Einheiten dieser Klimaanlage verkauft, und bis zum 5. Juli dieses Jahres waren es bereits über 200.000 Einheiten. Der geringe Energieverbrauch und der günstige Preis chinesischer Klimaanlagen sind die Hauptgründe für die Anziehungskraft auf europäische Verbraucher.

Neben Klimaanlagen sind auch verschiedene „Kühlartikel für den kleinen Geldbeutel“ in diesem Sommer zu Exportschlagern geworden. Eine Hutfabrik in Yiwu, Provinz Zhejiang, arbeitet auf Hochtouren an der Produktion von „Ventilatorhüten“. Der Fabrikdirektor erklärte, die aktuellen Aufträge reichten bis in den August.
Verschiedene Handventilatoren werden aufgrund ihrer Tragbarkeit und Multifunktionalität von europäischen Händlern eingekauft; mehrere neue Modelle waren zeitweise ausverkauft.
Darüber hinaus erobern Kühlhandtücher und Kühlpflaster aufgrund ihrer Leichtigkeit, ihrer sofortigen Kühlwirkung bei Nässe und ihrer Wiederverwendbarkeit schnell den europäischen Outdoor-Sportmarkt. Berichten zufolge ist die Nachfrage nach Kühlhandtüchern im Vergleich zum April um etwa 30 % gestiegen; pro Tag werden etwa 160.000 Stück produziert.
Der traditionelle chinesische „Fächer zur Kühlung“ ist ebenfalls zu einem neuen Trend auf den europäischen Straßen geworden. Liu Xiaoying, die seit über zehn Jahren mit Faltfächern handelt, erhält seit kurzem ununterbrochen maßgeschneiderte Aufträge aus Europa. Sie erklärte, dass der Fächer für die Kunden nicht nur ein Mittel gegen die Hitze, sondern auch ein modisches Accessoire sei.
„Made in China“ zielt auf den europäischen Markt ab und entwickelt maßgeschneiderte Lösungen, die auf die spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Am Beispiel von Klimaanlagen: Chinesische Unternehmen haben die Produkte durch eingehende Untersuchungen der europäischen Gegebenheiten und Stromvorschriften optimiert. Durch Designmerkmale wie Tragbarkeit, integrierte, installationsfreie Bauweise sowie Energieeffizienz und geringen Verbrauch werden die Nutzungsprobleme europäischer Anwender präzise gelöst. Die von China für viele europäische Länder eingeführte 240-Stunden-Transitvisumfreiheit hat die Entscheidungshürde für ausländische Verbraucher deutlich gesenkt. Laut Zolldaten beliefen sich die chinesischen Exporte von „Kühl“-Haushaltsgeräten im ersten Halbjahr dieses Jahres auf insgesamt 107,91 Milliarden Yuan.










