Tata Steel plant Investition von 100 Milliarden Rupien bis 2028 zur Kapazitätserweiterung

2026-07-22 16:17
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de.wedoany.com-Bericht: Die indische Tata Steel Limited gab am 21. Juli 2026 bekannt, dass sie bis 2028 100 Milliarden Indische Rupien (etwa 1,2 Milliarden US-Dollar) in die Kapazitätserweiterung und die Anwendung kohlenstoffarmer Stahlherstellungstechnologien im indischen Bundesstaat Jharkhand investieren will. Die Mittel fließen schwerpunktmäßig in die HIsarna-Technologie zur kohlenstoffarmen Eisenherstellung, den Ausbau der Weißblechabteilung und den Bau einer neuen CombiWalzanlage. Dadurch sollen voraussichtlich rund 2.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze entstehen.

Die 1907 gegründete Tata Steel Limited mit Hauptsitz in Jamshedpur, Jharkhand, Indien, ist eines der ältesten integrierten Stahlunternehmen Asiens und ein bedeutender globaler Stahlproduzent. Das Unternehmen gehört zur indischen Tata Group, ist in 26 Ländern weltweit tätig und verfügt über eine jährliche Rohstahlkapazität von rund 35 Millionen Tonnen. Tata Steel ist eines der größten Stahlunternehmen Indiens und nimmt eine wichtige Marktposition in den Bereichen Automobilstahl, Baustahl und Spezialstahl ein. Das Unternehmen engagiert sich seit langem für Innovationen im Bereich kohlenstoffarmer Technologien; das HIsarna-Verfahren ist eine bahnbrechende, kohlenstoffarme Eisenherstellungstechnologie, die gemeinsam mit europäischen Partnern entwickelt wurde.

Tata Steel plant Investition von 100 Milliarden Rupien zur Kapazitätserweiterung in Jharkhand

Nach Angaben von Tata Steel verteilt sich die Investition von 100 Milliarden Rupien wie folgt: 70 Milliarden Rupien für das HIsarna- und das Easy Melting Technology-Projekt, 26 Milliarden Rupien für den Ausbau der Weißblechabteilung (Tinplate Division) und 15 Milliarden Rupien für den Bau einer neuen Combi-Walzanlage (Combi mill). Das Unternehmen plant außerdem den Bau einer HIsarna-Pilotanlage mit einer Kapazität von einer Million Tonnen in Jamshedpur, deren Produkte die bestehende Stahlgießerei versorgen sollen.

Das HIsarna-Verfahren ist eine bahnbrechende, kohlenstoffarme Eisenherstellungstechnologie, die Tata Steel gemeinsam mit europäischen Partnern entwickelt hat. Im Vergleich zum herkömmlichen Hochofen-Konverter-Prozess werden beim HIsarna-Verfahren Eisenerzpulver und Kohlepulver direkt in einen Schmelzreaktor eingeblasen, wodurch die Sinter- und Verkokungsschritte entfallen. Dies kann die Kohlenstoffemissionen bei der Eisenherstellung erheblich reduzieren und die Abhängigkeit von herkömmlichem Koks verringern. Nach früheren Angaben von Tata Steel liegt das theoretische Kohlenstoffreduktionspotenzial des HIsarna-Verfahrens bei über 80 %. Die nun geplante Pilotanlage mit einer Kapazität von einer Million Tonnen stellt einen entscheidenden Schritt für die Überführung der HIsarna-Technologie vom Versuchsstadium in die industrielle Anwendung dar.

Der Ausbau der Weißblechabteilung und der Bau der neuen Combi-Walzanlage werden die Fähigkeiten von Tata Steel im Bereich hochwertiger Stahlprodukte weiter stärken. Weißblech wird häufig in Lebensmittelverpackungen, Getränkedosen und Aerosoldosen verwendet; die Combi-Walzanlage kann eine Vielzahl von Warm- und Kaltwalzprodukten in verschiedenen Spezifikationen herstellen und so die Flexibilität des Produktportfolios erhöhen.

Die genannten Projekte sind ein wichtiger Bestandteil des Ziels von Tata Steel, die inländische Rohstahlkapazität auf 40 Millionen Tonnen pro Jahr zu steigern. Durch die Einführung kohlenstoffarmer Eisenherstellungstechnologien und hochwertiger Produktionslinien treibt Tata Steel gleichzeitig die Kapazitätserweiterung und die grüne Transformation voran, um den immer strengeren Kohlenstoffemissionsanforderungen der globalen Stahlindustrie gerecht zu werden. Tata Steel erklärte, dass dieser Investitionsplan ein entscheidender Schritt auf dem Weg des Unternehmens zum „Netto-Null-Emissionsziel" und eine wichtige Maßnahme zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt sei.

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