de.wedoany.com-Bericht: Die südkoreanische Regierung hat ein von SK Telecom und KT geleitetes Projekt gestartet, um die Leistungsfähigkeit von KI-Funkzugangsnetzen (AI-RAN) und eigenständigen 5G-Netzen in industriellen KI-Anwendungen zu testen. Ziel ist es, fortschrittliche Konnektivitätstechnologien in Fertigungsumgebungen für Robotik und Automatisierung nutzbar zu machen.

Die Nationale Informationsgesellschaftsbehörde (NIA) hat zwei Konsortien unter der Leitung von SK Telecom und KT ausgewählt, um die sogenannte „Hyper-KI-Netzinfrastruktur (Hyper AI Network Infrastructure)“ zu entwickeln und zu demonstrieren. Das Projekt mit einem Gesamtbudget von 172 Milliarden Won (etwa 11,6 Millionen US-Dollar) konzentriert sich auf die Validierung von physischen KI- und Betriebs-KI-Anwendungen in industriellen Umgebungen wie Werften und Fertigungsanlagen.
Das Projekt zielt darauf ab, die für KI-gesteuerte Industriesysteme erforderliche Netzinfrastruktur zu validieren, die extrem niedrige Latenzzeiten, hohe Zuverlässigkeit und hohe Uplink-Kapazitäten unterstützt. Erste Demonstrationen konzentrieren sich auf KI-gesteuerte Schweiß-, Lackier- und Patrouillenroboter. Ab 2027 soll das Projekt auf humanoide Roboter-Demonstrationen ausgeweitet werden und die Erkennungs-, Entscheidungs- und Steuerungsleistung in komplexen Industrieumgebungen sowie die kollaborative Steuerung mehrerer Roboter bewerten.
Die Testinfrastruktur wird eigenständige 5G-Netze, AI-RAN und Geräte mehrerer Anbieter kombinieren. SK Telecom gab an, dass zu den beteiligten Anbietern Samsung Networks, Nokia, Ericsson und HFR gehören.
NIA-Direktor Kim Hyung-chul erklärte, dass die Umsetzung physischer KI in industriellen Umgebungen Netzwerke erfordere, die extrem niedrige Latenzzeiten, hochzuverlässige Kommunikation und hohe Uplink-Kapazitäten unterstützen. Das Projekt werde die Feldtauglichkeit von KI-Netztechnologien der nächsten Generation wie AI-RAN validieren und für den Industriestandort optimierte physische KI-Servicemodelle entdecken und verbreiten, um die nationale industrielle KI-Transformation zu beschleunigen.
Pascal Remy, Chefanalyst der Marktforschungsfirma Omdia, ist der Ansicht, dass Südkoreas Vorgehen das Potenzial von AI-RAN über die herkömmliche Netzoptimierung hinaus hervorhebt. Er sagte, dass ähnliche Pläne zwar auch anderswo repliziert werden könnten, aber in Ländern mit einer starken Fertigungsindustrie, fortschrittlichen industriellen Automatisierungsfähigkeiten und souveränen KI-Ambitionen am relevantesten seien. Remy wies darauf hin, dass Regierungsbehörden bei der industriellen KI-Befähigung eine größere Rolle spielen könnten als bei reinen Netzoptimierungsprojekten, was die koordinierende Rolle der NIA erkläre. Er fügte hinzu, dass erfolgreiche Tests dazu beitragen könnten, technische und geschäftliche Fragen rund um AI-RAN zu klären, und dass die Demonstration der Machbarkeit von Geschäftsmodellen möglicherweise wichtiger sei als die Demonstration der technischen Machbarkeit.










