DR Kongo verlangt von Bergbauunternehmen bis 31. Juli Übertragung von 10 % der Anteile
2026-07-27 17:20
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de.wedoany.com-Bericht: Das Bergbauministerium der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) hat angekündigt, ab dem 31. Juli eine gesetzliche Anforderung formell durchzusetzen, wonach Bergbauunternehmen 10 % ihrer Eigentumsanteile an kongolesische Bürger übertragen müssen, wovon 5 % den Arbeitnehmern zugeteilt werden. Diese Entscheidung hat trotz der Besorgnis großer globaler Kupfer- und Kobaltproduzenten Bestand, so das Ministerium, das den Termin für unverändert erklärte.

Die DR Kongo ist der weltweit größte Kobaltproduzent und der zweitgrößte Kupferproduzent. Gemäß dem 2018 erlassenen Bergbaugesetz sollen Bergbauunternehmen 10 % ihrer Anteile an Kongolesen übertragen, davon 5 % an die Arbeitnehmer. Bislang hat jedoch kein Bergbauunternehmen dieses Gesetz befolgt, mit der Begründung, dass eine Reihe ungelöster Fragen bei der Umsetzung bestehe. Kinshasa hatte im Januar dieses Jahres Schreiben an Unternehmen wie Glencore und Ivanhoe Mines gerichtet und gefordert, bis Ende Juli die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen nachzuweisen, andernfalls drohten Sanktionen.

Das Bergbauministerium führte am Dienstag Konsultationen mit Bergbauunternehmen über eine Verordnung zur Umsetzung dieser Regelung durch. Nach dem Treffen erklärte das Ministerium, dass die Frist zum 31. Juli unverändert bleibe. Ein Beamter des Ministeriums bestätigte gegenüber Reuters, dass diese Frist den Bergbauunternehmen bei der Sitzung mit Regierungsvertretern am selben Tag mitgeteilt worden sei. Die Teilnehmer einigten sich darauf, die Verordnung nach begrenzten technischen Änderungen zu unterzeichnen, und richteten zu diesem Zweck einen Ad-hoc-Ausschuss ein, um die Änderungen endgültig festzulegen.

Die Ankündigung enthielt keine Einzelheiten zu den konkreten Änderungen; es ist auch unklar, welche Strafen Unternehmen bei Nichteinhaltung drohen. Die Bergbaukammer der DR Kongo hat sich zu dieser Angelegenheit noch nicht geäußert.

Mit dem Anstieg der Rohstoffpreise streben afrikanische Länder zunehmend nach höheren Einnahmen aus ihren Bodenschätzen. Die Behörden der DR Kongo erwägen die Bereitstellung zinsloser Darlehen und Genossenschaften, um Arbeitnehmern den Erwerb ihrer Anteile zu ermöglichen. Gemäß dem Bergbaugesetz des Landes von 2018 hält der Staat bereits 10 % freie, unverwässerbare Anteile an Bergbauprojekten und kann seinen Anteil durch kostenpflichtige Übernahmen bei der Verlängerung von Lizenzen erhöhen.

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