Mongolei startet Auffrischungsimpfung für 2,3 Millionen Nutztiere – erstmalige Bekämpfung der SAT-1-Maul- und Klauenseuche
2026-07-29 15:34
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de.wedoany.com-Bericht: Der in der Mongolei zuvor nie nachgewiesene SAT-1-Stamm der Maul- und Klauenseuche wurde erstmals im Mai dieses Jahres in den Provinzen Bajan-Ölgii und Chowd nachgewiesen und labordiagnostisch bestätigt. Zur weiteren Festigung der Seuchenbekämpfungsergebnisse hat die mongolische Regierung ab dem 27. Juli eine Auffrischungsimpfaktion gegen die Maul- und Klauenseuche der Typen O und SAT-1 gestartet, die voraussichtlich mehr als 2,3 Millionen empfängliche Nutztiere in den landesweit wichtigsten Risikogebieten abdecken wird.

Erstmaliger Nachweis der SAT-1-Maul- und Klauenseuche, Seuche wirksam unter Kontrolle

Im Mai dieses Jahres wurde in der Mongolei erstmals der zuvor im Land nie gemeldete SAT-1-Stamm der Maul- und Klauenseuche nachgewiesen.

Nach Ausbruch der Seuche leiteten die mongolische Regierung, der Nationale Notfallausschuss, das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Leichtindustrie sowie die Generaldirektion für Veterinärwesen umgehend den Notfallmechanismus ein. In Zusammenarbeit mit den Notfallausschüssen und Veterinärbehörden der Provinzen und Sums (Verwaltungseinheiten) wurden Maßnahmen wie die Abriegelung des Seuchengebiets, die Keulung infizierter Tiere sowie die Notimpfung von Nutztieren in den Seuchenherden und Kontrollzonen ergriffen.

Als Teil der Bekämpfungsmaßnahmen hatte die Mongolei zuvor 1,65 Millionen Dosen des SAT-1-Maul- und Klauenseuche-Impfstoffs aus China importiert und damit insgesamt rund 2,5 Millionen Nutztiere in den Provinzen Bajan-Ölgii, Chowd und Gobi-Altai geimpft. Derzeit ist die Ausbreitung der Seuche vollständig eingedämmt und befindet sich in einem kontrollierbaren Zustand.

Neue Charge von 2 Millionen Dosen bivalentem Impfstoff eingetroffen

Gemäß den Entscheidungen der mongolischen Regierung und des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Leichtindustrie sowie dem von der Generaldirektion für Veterinärwesen umgesetzten Bekämpfungsplan gegen die Maul- und Klauenseuche hat die Mongolei eine weitere Charge Impfstoff beschafft.

Der eingetroffene Impfstoff wurde vom Föderalen Wissenschaftlichen Zentrum für Tierseuchenschutz Russlands hergestellt. Es handelt sich um einen bivalenten Impfstoff gegen die Maul- und Klauenseuche der Typen O und SAT-1, hergestellt im Juli 2026, Chargennummer 180726, mit insgesamt 2 Millionen Dosen.

Am 25. Juli wurde diese Impfstoffcharge zum Zollkontrollplatz in Ulaanbaatar transportiert und übernommen.

Anschließend wurden alle Impfstoffe zwischen dem 25. und 27. Juli mit speziellen Kühltransportfahrzeugen schnell an die betreffenden Provinzen verteilt.

Gemäß der Anordnung Nr. A/203 vom 9. Juli 2026 der Generaldirektion für Veterinärwesen „zur Organisation der Notimpfung gegen die Maul- und Klauenseuche" wurde die Auffrischungsimpfung am 27. Juli offiziell gestartet.

Auffrischungsimpfung für über 2,3 Millionen Nutztiere in fünf Provinzen

Diese Auffrischungsimpfung konzentriert sich hauptsächlich auf empfängliche Nutztiere in Hochrisikogebieten.

Im Einzelnen umfasst dies:

In der Provinz Bajan-Ölgii: 683.700 empfängliche Nutztiere in 4 Sums;

In der Provinz Chowd: 1 Million empfängliche Nutztiere in 8 Sums;

In der Provinz Gobi-Altai: 110.000 Rinder;

In der Provinz Uws: 283.300 Rinder;

In der Provinz Zawchan: 284.400 Rinder.

Diese Auffrischungsimpfung wird voraussichtlich über 2,3 Millionen Nutztiere abdecken.

Festigung des Seuchenbekämpfungssystems, Senkung des regionalen Ausbreitungsrisikos

Die Generaldirektion für Veterinärwesen der Mongolei erklärte, dass diese Auffrischungsimpfung von großer Bedeutung für die Kontrolle der erstmals in der Mongolei aufgetretenen SAT-1-Maul- und Klauenseuche, die Senkung des Risikos einer Seuchenausbreitung, den Schutz der Tiergesundheit und die Aufrechterhaltung einer stabilen Tierproduktion sei. Sie trage auch dazu bei, die regionale Fähigkeit zur Bekämpfung von Tierseuchen weiter zu stärken.

Die Generaldirektion für Veterinärwesen appellierte gleichzeitig an die Viehhalter und Tierzüchter, aktiv an der Impfaktion mitzuwirken, die Beschränkungen für den Tierverkehr, die Quarantäne- und Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten und die Zusammenarbeit mit den örtlichen Veterinärbehörden zu verstärken, um gemeinsam einem erneuten Ausbruch der Seuche vorzubeugen.

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