Bayer kündigt Einführung von ThryvOn im Jahr 2028 an – Brasiliens erste Baumwoll-Biotechnologie gegen Thripse
2026-07-29 15:35
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de.wedoany.com-Bericht: Bayer hat kürzlich auf der Veranstaltung „Casa do Algodão Bayer em Campo“ in Sorriso, Mato Grosso, angekündigt, bis 2028 die vierte Generation der Bollgard-Baumwoll-Biotechnologieplattform auf den Markt zu bringen. Diese Plattform wird auf der bestehenden Basis neue Insektenresistenz-Merkmale, eine verbesserte Flexibilität im Unkrautmanagement sowie die ThryvOn-Technologie einführen – Brasiliens erste Baumwoll-Biotechnologie, die einen integrierten Schutz gegen Thripse bietet.

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Kernpunkte der vierten Generation: ThryvOn feiert Premiere in Brasilien

Laut Bayer enthält die neue Plattform zusätzliche Insektizid-Proteine gegen wichtige Raupenschädlinge und erweitert die Unkrautmanagement-Optionen. Das Highlight ist die ThryvOn-Technologie – Brasiliens erste Baumwoll-Biotechnologie, die einen integrierten Schutz gegen Thripse bietet. Thripse zählen zu den wirtschaftlich bedeutendsten Schädlingen in der frühen Wachstumsphase der Baumwolle.

Der Leiter des Baumwollgeschäfts von Bayer erklärte, dass die Bollgard-Plattform seit über zwanzig Jahren gemeinsam mit der brasilianischen Baumwollindustrie gewachsen sei. Die Einführung der vierten Generation unterstreiche das Engagement des Unternehmens für kontinuierliche Investitionen in Innovationen, um die Produktivität, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Baumwoll-Wertschöpfungskette zu steigern.

Bestehende Bollgard 3 XtendFlex-Technologie bereits im Markt

Neben der Vorstellung der neuen Technologie betonte Bayer auch die bereits in Brasilien eingeführte Bollgard 3 XtendFlex-Technologie. Diese ist in Deltapine-Sorten integriert und vereint zwei Funktionen: die Bekämpfung von Raupenschädlingen sowie die Toleranz gegenüber den drei Herbiziden Glyphosat, Glufosinat und Dicamba. Diese Kombination bietet den Landwirten mehr Flexibilität im Unkrautmanagement in diversifizierten Produktionssystemen.

Darüber hinaus hat Bayer das neue Dicamba-basierte Herbizid XtendiMax 2 auf den brasilianischen Markt gebracht. Dieses Produkt eignet sich für die Vorauflauf-Behandlung und die frühe Nachauflauf-Anwendung in Baumwolle und Soja, weist eine geringere Flüchtigkeit und Abdrift auf und verbessert die Kontrolle schwer bekämpfbarer Unkräuter wie Kanadisches Berufkraut und Amarant.

Während der Veranstaltung besuchten die Teilnehmer die Forschungsstation von Bayer, besichtigten Versuchsfelder mit der neuen Technologie und nahmen anschließend an Feldvorführungen auf der Fazenda da Pedra teil, die die Leistung der Bollgard 3 XtendFlex-Technologie und der Deltapine-Sorten demonstrierten.

Wachstum der brasilianischen Baumwollindustrie und technologische Impulse

Brasilien ist zum weltweit größten Baumwollexporteur geworden. Der Präsident des brasilianischen Baumwollpflanzerverbandes (Abrapa) und Eigentümer der Fazenda da Pedra erinnerte daran, dass die Technologie früher sehr begrenzt war und Innovationen schrittweise zur Wertschöpfung und Effizienzsteigerung in der Produktion beigetragen haben, was Brasilien an seine heutige Position gebracht habe. Er erwartet, dass zukünftige Technologien die Faserqualität und Produktivität weiter verbessern und gleichzeitig die Produktionskosten sowie die Abhängigkeit von Pflanzenschutzmitteln senken werden.

Der Präsident des Baumwollpflanzerverbandes von Bahia (Abapa) erklärte, dass die Nachricht über die neue Technologie den Landwirten ein größeres Sicherheitsgefühl gebe. Sie erwarteten niedrigere Produktionskosten, höhere Erträge und eine verbesserte Faserqualität.

Warum Mato Grosso?

Bayer wählte Mato Grosso für diese Veranstaltung, da der Bundesstaat etwa 68 % der brasilianischen Baumwollproduktion ausmacht. In der Saison 2025/26 wird in Mato Grosso eine Ernte von rund 2,7 Millionen Tonnen Rohbaumwolle erwartet, während die landesweite Schätzung bei 3,97 Millionen Tonnen liegt. Die große Anbaufläche macht den Bedarf an Management von Unkräutern (insbesondere Amarant), Schädlingen und Krankheiten in diesem Bundesstaat besonders dringend.

Produktpipeline reicht über die Biotechnologie hinaus

Neben der Biotechnologie präsentierte Bayer auch ein breiteres Portfolio an Pflanzenschutzmitteln für Baumwolle, darunter das Saatgutbehandlungsmittel Bayer Guardião, das Entlaubungsmittel Dropp Ultra, den Pflanzenwachstumsregulator Finish, das Fungizid Fox Xpro und das Insektizid Curbix gegen den Baumwollkapselkäfer.

Bayer gab zudem Einblicke in mehrere Produkte in der Entwicklung: das Insektizid Plenexos (gegen Weiße Fliege und Blattläuse, befindet sich in der behördlichen Prüfung); das Fungizid Iblon (Markteinführung für 2028 geplant, zur Bekämpfung von Blattfleckenkrankheiten und Zielscheibenfleckenkrankheit); sowie das neue Vorauflauf-Herbizid Mateno Pre (in der Registrierungsphase).

Nachhaltigkeit war ein weiteres wichtiges Thema der Veranstaltung. Bayer wies darauf hin, dass über 90 % der brasilianischen Baumwolle im Regenfeldbau produziert werden. Die PRO Carbono-Plattform ermöglicht es den Landwirten, die Kohlenstoffemissionen ihrer Betriebe zu messen und Managementpraktiken zu identifizieren, die zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks beitragen.

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