1,145 kWh Speicher im Hafen von Brisbane optimiert Solar-Eigenverbrauch
2026-08-04 14:05
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de.wedoany.com-Bericht: Der Hafen von Brisbane hat an seinem internationalen Kreuzfahrtterminal 240 kW Dach-Solar und 1.145 kWh Batteriespeicher hinzugefügt, womit die gesamte Solarleistung am Terminal nun über 1 MW liegt. Diese Aufrüstung reduziert den Strombezug des Terminals, doch die entscheidende Frage liegt in der Betriebslogik nach Inbetriebnahme der Batterie.

Laut Hafenmitteilung wurde die Batterie in Zusammenarbeit mit Hydro Tasmania installiert, wobei das Projekt teilweise durch einen Zuschuss von 168.396 AUD aus dem Community-Batterie-Programm der Australian Renewable Energy Agency (ARENA) finanziert wurde. Das System wird nicht als Notstromreserve ungenutzt bleiben, sondern soll testen, ob gespeicherte Solarenergie in die Spitzenlastzeiten des Terminals verlagert werden kann, um den Netzbezug zu senken und den Wert des selbst erzeugten Stroms zu steigern.

Die Terminal-Batterie in Brisbane ist eine von 39 Anlagen, die Hydro Tasmania über ihre Einzelhandelssparte Momentum Energy in Queensland, New South Wales, Victoria und South Australia installiert hat. ARENA hat für dieses Projekt mehr als 7,7 Millionen AUD zugesagt, die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 22 Millionen AUD. Jede Batterie ist an das virtuelle Kraftwerk des Unternehmens angeschlossen und kann gespeicherten Strom auf den Großhandels- und Frequenzregelungsmärkten des National Electricity Market handeln. Zwei identische Systeme wurden bereits in einer Trainingsanlage eines Sportclubs in Brisbane installiert und halbieren dort während live übertragener Spiele den Spitzenbedarf.

Diese Struktur verleiht der Batterie eine Doppelfunktion für den Hafen: Sie senkt die eigenen Stromkosten des Hafens und fügt dem Batterienetzwerk einen koordinierbaren Knotenpunkt hinzu – bei Netzengpässen können die Netzbetreiber auf diese Batterien zugreifen. Obwohl die Batteriehardware bereits Standardtechnologie ist, befinden sich viele kleine Versorgungsunternehmen noch in der Erkundungsphase, welche Steuerungssysteme für den Aufbau solcher Projekte erforderlich sind.

Das Terminal wickelt jährlich etwa 150 Kreuzfahrtschiff-Anläufe ab, wobei jeder Anlauf einen plötzlichen Anstieg des Stromverbrauchs mit sich bringt, der oft nicht mit den Spitzenzeiten der Dach-Solarerzeugung zusammenfällt. Die Stromspitzen für Passagierabfertigung, Gepäckumschlag und Terminalbetrieb liegen außerhalb der Sonnenstunden. Die Speicherung von Tages-Solarstrom und dessen Freigabe während dieser Verbrauchsspitzen ermöglicht es dem Terminal, in Zeiten höchster Nachfrage (und in der Regel auch höchster Strompreise) weniger vom Netz abhängig zu sein.

PBPL positioniert das Projekt als maßvolles Experiment, um zu prüfen, ob sich Batteriespeicher als Standardanwendung etablieren können, bevor ähnliche Anlagen in anderen Bereichen der Industrieimmobilien in Betracht gezogen werden. Das Projekt spiegelt auch einen Wandel in der Energieausgabenstrategie von Häfen und Industriebetreibern wider: Während frühe Investitionen sich auf Dach-Solar konzentrierten, ist der heute üblichere nächste Schritt die Kopplung von Erzeugung und Speicherung, damit Anlagen ihren selbst erzeugten Strom nutzen, anstatt Überschüsse für geringe Einspeisevergütungen zu exportieren. Auch andere neu finanzierte Solar-plus-Speicher-Projekte in der Region bündeln Erzeugung und Speicherung in einem einzigen Vermögenswert.

Der Hafen von Brisbane gibt an, im Geschäftsjahr 2024 durch Kompensationen Netto-Null bei Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen erreicht zu haben und diesen Status unter der Strategie „Vision 2060" bei gleichzeitigem Ausbau der erneuerbaren Erzeugung vor Ort beizubehalten. Virtuelle Kraftwerke werden zunehmend größer und stärker koordiniert, wobei die Verfügbarkeit von Anlagen in der Standortplanung mittlerweile gleichrangig neben dem Netzanschluss steht. Solche Projekte zeigen, dass diese Investitionen nicht nur danach bewertet werden, wie viel sauberen Strom sie erzeugen, sondern auch, ob sie dem Netz helfen können, Lastanforderungen zu bewältigen, die es nicht eigenständig stemmen kann.

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