de.wedoany.com-Bericht: Die New Jersey Board of Public Utilities (BPU) hat kürzlich einen ersten Vorschlag veröffentlicht, der einen Rahmen für die Umsetzung von Projekten im Bereich dezentraler Energieressourcen und virtueller Kraftwerke (VPP) im Bundesstaat schafft. Der Vorschlag zielt darauf ab, die zentralen Vorgaben der am 20. Januar von Gouverneurin Mikie Sherrill unterzeichneten Executive Order Nr. 2 umzusetzen, darunter die Festlegung von Beschaffungszielen für dezentrale, kommunale und versorgungsunternehmenseigene Solar- und Speicherprojekte sowie die Entwicklung eines VPP-Programms innerhalb von 180 Tagen.

Die BPU gab an, dass dieser zweijährige Übergangsplan von den vier Verteilnetzbetreibern in New Jersey verwaltet und spätestens am 1. Juli 2027 gestartet wird. Der Plan nutzt die bestehende fortschrittliche Messinfrastruktur der Versorgungsunternehmen, Plattformen zur direkten Laststeuerung sowie im Rahmen des „Triennium“-Energieeffizienzprogramms des Bundesstaates registrierte Demand-Response-Kunden. Der Vorschlag sieht eine zweite Phase vor, die ab 2029 für den Marktzutritt geöffnet wird und danach unbefristet läuft. Die BPU wies darauf hin, dass die Erreichung dieses Ziels einen erheblichen Einsatz von Interessengruppen, Investitionen der Verteilnetzbetreiber und die Integration von Drittanbietersystemen erfordert.
Die BPU hat am 30. Juli eine ganztägige öffentliche Sitzung zu dem Vorschlag abgehalten, um Stellungnahmen von Versorgungsunternehmen, Technologieanbietern, Verbraucheranwälten und anderen Interessengruppen einzuholen. Die Frist für schriftliche Stellungnahmen endet am 17. August. Der Vorschlag enthält außerdem acht Leitprinzipien, die unter anderem eine faire Ausgestaltung, Technologieneutralität, diskriminierungsfreien Zugang für Aggregatoren sowie die Koordination zwischen Projekten zur Vermeidung von Doppelvergütungen umfassen. Die BPU erklärte, sie werde den ersten Vorschlag mit den laufenden mehrgleisigen Verfahren koordinieren, darunter die am 20. April veröffentlichte Informationsanfrage zu virtuellen Kraftwerken, das mehrstufige „Garden State Energy Storage Program“ sowie mehrere Verfahren zum passiven und gesteuerten Laden von Elektrofahrzeugen.
Bei der Sitzung mit Interessengruppen stellten Vertreter der Versorgungsunternehmen ihre jeweiligen Fortschritte vor. Tim Fagan, Manager für Planung und Bewertung bei PSE&G New Jersey, erklärte, sein Unternehmen plane, noch in diesem Monat ein VPP-Programm einzuführen, das einen Vorab-Anreiz von etwa 5.000 US-Dollar für 8-kW-Hausbatterien biete. Kunden könnten die restlichen Installationskosten über einen Ratenzahlungsplan über ihre Rechnung begleichen und erlaubten PSE&G im Gegenzug, die Batterien während Spitzenlastereignissen zu entladen. Fagan erwähnte außerdem, dass resilienzorientierte Kunden in New Jersey bereits „Tausende“ kleiner Batterien installiert hätten und dass ein künftiges leistungsbasiertes VPP-Programm den Batteriebesitzern wiederkehrende Zahlungen ermöglichen könnte. Er forderte New Jersey zudem auf, den Verteilnetzbetreibern den Besitz von Speichern zu gestatten, da diese Praxis in Märkten wie Massachusetts, New York, Maryland sowie Hawaii und Minnesota zunehmend üblich werde. Da geografisch gezielte Ausschreibungen für kundenseitige Batterien in Hawaii und Massachusetts zuletzt hinter den Zielen zurückgeblieben seien, könnten versorgungsunternehmenseigene Speicher als Auffangnetz dienen und die Kapazität auf zunehmend überlasteten Verteilnetzleitungen erhöhen, so Fagan.
Andrew Bayne, Projektmanager für Energieeffizienz bei Pepco Holdings (PHI), erklärte, sein Unternehmen untersuche, wie die Abwanderung von etwa 100 bis 300 registrierten Geräten in seinem „Bring Your Own Battery“-Pilotprojekt in Delaware reduziert werden könne. Teilnehmende Kunden des Pilotprojekts erhalten jährlich etwa 1.080 US-Dollar als Leistungszahlung per Direkteinzahlung statt als Rechnungsgutschrift. Bayne sagte, die Fragen, die PHI mit dem Pilotprojekt beantworten wolle, seien: Ob eine jährliche Vergütung von 1.000 US-Dollar es wert sei, dass das Versorgungsunternehmen die Kundenbatterien zyklisch nutze, und wie viele Abrufereignisse pro Quartal Kunden verkraften könnten. Er erwähnte außerdem, dass Kunden von Atlantic City Electric von den entsprechenden Erfahrungen profitieren könnten.









