de.wedoany.com-Bericht: Die chilenische Mapuche-Gemeinschaft Manuel Quilapi hat in der Ortschaft Los Sauces in der Provinz Malleco, Region La Araucanía, mit dem Bau eines solarbetriebenen Bewässerungssystems begonnen. Das Projekt verfügt über eine installierte Leistung von 138,88 kWp und sieht die Installation von 224 Photovoltaikmodulen vor, die die Pumpen zur Förderung von Wasser in ein Ausgleichsbecken speisen. Die installierte Leistung, die technische Ausrichtung und der Modulhersteller wurden bisher nicht öffentlich bekannt gegeben.

Die Wasserinfrastruktur wird ein mit Geomembran ausgekleidetes Becken umfassen, das mehr als 20.000 Kubikmeter Wasser speichern kann. Das System wird außerdem mit Datenübertragungsgeräten zur Steuerung und Überwachung der Wassernutzung ausgestattet. Die Investition für das Projekt beläuft sich auf etwa 700 Millionen chilenische Pesos (ca. 730.000 US-Dollar). Die Mittel stammen aus dem Bewässerungsgesetz-Kanal des Landwirtschaftsministeriums, werden über die Nationale Bewässerungskommission (CNR) bereitgestellt und unter Beteiligung der Nationalen Entwicklungsgesellschaft für indigene Völker (Conadi) umgesetzt. Das Programm ist Teil des „Plans Buen Vivir“.
Das System soll voraussichtlich 33 Familien der Gemeinschaft Manuel Quilapi zugutekommen und die Bewässerung von mehr als 51 Hektar Land ermöglichen. Laut Projektverantwortlichen wird die Anlage den Übergang vom Anbau traditioneller Kulturen zur Produktion hochwertiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Obst und Beeren fördern.
Die Gemeinschaft stammt ursprünglich aus der Region Choque Choque und hat sich seit 2009 auf einem 251 Hektar großen, von der Conadi erworbenen Grundstück niedergelassen. Der Gemeindevorsitzende Emilio Sepúlveda Marileo erklärte, dass die Einführung der Technologie körperliche Arbeit und Betriebszeiten reduzieren und gleichzeitig die landwirtschaftliche Produktivität steigern werde.
Dieses Projekt ist eines einer Reihe von Bauvorhaben, die von CNR und Conadi in der Provinz Malleco gemeinsam vorangetrieben werden. Im Dezember 2025 hatten die beiden Institutionen in der Ortschaft Ercilla zwölf Bewässerungsprojekte mit einer Investition von rund 200 Millionen Pesos gestartet, die zwölf Bauernfamilien und indigenen Gemeinschaften zugutekommen.









