de.wedoany.com-Bericht: Die japanische Regierungsbehörde JOGMEC (Japan Organization for Metals and Energy Security) hat bekannt gegeben, dass die Hokkaido Electric Power Company (HEPCO) finanzielle Unterstützung erhalten und als Lieferant in einer kohlenstoffarmen Ammoniak-Lieferkette „zertifiziert" wird, die sich von Louisiana in den USA bis nach Nord-Hokkaido in Japan erstreckt. Das kohlenstoffarme Ammoniak in dieser Lieferkette stammt aus zwei Quellen: Zum einen das Blue-Point-Projekt in Louisiana, USA, das auf CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) basiert und eine Jahreskapazität von 280.000 Tonnen aufweist, geliefert von Mitsui & Co.; zum anderen die auf erneuerbarer Energie basierende Wasserstoffproduktionsanlage von ACME im indischen Bundesstaat Odisha, deren Jahresproduktion nicht öffentlich bekannt gegeben wurde.

Der Hauptabnehmer dieses kohlenstoffarmen Ammoniaks ist das Kraftwerk Tomatou-Atsuma der Hokkaido Electric, das über drei Blöcke mit einer Gesamtleistung von 1,65 Gigawatt verfügt; das kohlenstoffarme Ammoniak wird dort zur Mitverbrennung mit Kohle eingesetzt. Weitere Anwendungsbereiche umfassen die Zementproduktion der Mitsubishi UBE Cement Corporation und die chemischen Fertigungsrohstoffe der Tosoh Corporation. Mitsubishi UBE hat bereits Anfang 2025 an seinem Forschungs- und Entwicklungshauptsitz in Ube im Süden Japans einen kommerziellen Demonstrationsversuch im Maßstab abgeschlossen, bei dem Ammoniak 30 % der Wärmeenergie von Kohle im Zementofen ersetzt – ein Versuch, den das Unternehmen als „weltweit ersten" Fall der Nutzung von Ammoniak als Wärmequelle in der Zementproduktion bezeichnet.
Auf der Infrastrukturebene haben Hokkaido Electric, Mitsui & Co., IHI und Tomakomai Futo spezielle Infrastrukturmittel (Hafenentwicklungsförderprogramm) erhalten, um in der Region Tomakomai in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks Tomatou-Atsuma einen Ammoniak-Import- und Versorgungsknotenpunkt zu errichten und zu betreiben. Der Geschäftsplan dieses Konsortiums wurde im April 2026 vom japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) und dem Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (MLIT) genehmigt.





















